Österreichs Bundesheer

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Lehrgangsnamen

1. Unteroffizierslehrgang 1995 - Standschützenoberjäger Sepp Innerkofler

Jahrgangsabzeichen
Jahrgangsabzeichen 1.Unteroffizierslg.

Geboren 1865 in Sexten. Mit über 60 Erstbegehungen international anerkannter Bergführer, meldete er sich 1915 freiwillig und wurde als Patrouillenführer eingesetzt. Aufgabe dieser "fliegenden Patrouillen" war es, feindliche Stellungen und Angriffsvorbereitungen zeitgerecht aufzuklären und den eigenen Kräftemangel, die für die Tiroler und Kärntner Front ursprünglich vorgesehenen Kräfte standen ja in Galizien oder am Balkan, zu verschleiern. Für diese Einsätze, ausnahmslos in hochalpinem Gelände, wurde er rasch mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille Erster und Zweiter Klasse ausgezeichnet. Als sich Anfang Juli 1915 die Front konsolidiert hatte, wurde mit der Rückeroberung des aufgegebenen Geländes begonnen. Innerkofler führte am 4. Juli eine Patrouille auf den Paternkofel, wo er in den frühen Morgenstunden unter wohl nie mehr restlos zu klärenden Umständen fiel. Damit hat er trotz erheblicher eigener Bedenken die ihm anbefohlene Aktion mit Mut und Tapferkeit umgesetzt. Für dieses Unternehmen wurde er posthum mit der höchsten Mannschaftsauszeichnung, die der Kaiser zu vergeben hatte, der Goldenen Tapferkeitsmedaille, ausgezeichnet. Er ist deshalb für die angehenden Unteroffiziere des Bundesheeres besonders als Vorbild geeignet, weil er in Zeiten höchster Not freiwillig einrückte, um seine unmittelbare Heimat zu verteidigen und seine zivilen Fähigkeiten als Alpinist für die Gemeinschaft nutzbar machte, wohl wissend, welche Gefahren und Strapazen er als immerhin 50-jähriger dadurch einging.

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