Österreichs Bundesheer

Grundwehrdienst

Ein Soldat liegt mit dem Sturmgewehr im Anschlag.

Die Soldaten des Bundesheeres widmen ihren Dienst der Gemeinschaft.

Um die erforderlichen Strukturen im Frieden und im mobil gemachten Heer personell realisieren zu können, braucht das Österreichische Bundesheer jedes Jahr eine große Anzahl an Grundwehrdienern.

Für männliche österreichische Staatsbürger besteht Wehrpflicht. Diese allgemeine Wehrpflicht verankert unser Heer in der Bevölkerung und bindet es in die Gesellschaft ein. Jedes Jahr leisten knapp 30.000 junge Österreicher ihren Grundwehrdienst. Diese Zeit widmen sie dem Dienst an der Republik Österreich, der Gemeinschaft, unseren gemeinsamen Werten sowie der Demokratie und der Freiheit.

Dauer

Jeder Wehrpflichtige hat einen Grundwehrdienst in der Dauer von sechs Monaten zu leisten. Darüber hinaus können Sie sich nach dem Grundwehrdienst in der Miliz engagieren.

Ausbildung

Ein Soldat packt im Feld seine Ausrüstung.

Nach der Basisausbildung sind die Soldaten in der Lage, alle Einsatzaufgaben zu erfüllen.

Basisausbildung 1:

Diese Ausbildung ist für jeden Soldaten gleich: Exerzierdienst, Waffen- und Schießdienst, Gefechtsdienst, Körperausbildung, Selbst- und Kameradenhilfe, kurz, ein "Überlebenspaket für jeden". Nach der Basisausbildung 1 haben Sie die Einzelausbildung abgeschlossen. Sie sind nun an den militärischen Dienstbetrieb gewöhnt und sind mit Ihrer persönlichen Ausrüstung vertraut.

Basisausbildung 2:

Im nächsten Ausbildungsschritt werden Sie in Ihrem spezifischen Aufgabenbereich geschult. Das könnte beispielsweise eine Verwendung als Panzerfahrer, Funker oder Maschinengewehrschütze sein. Dieser Schritt gewährleistet die Routine mit der jeder einzelne Soldat seine Aufgaben innerhalb seiner Waffengattung erfüllen kann.

Basisausbildung 3:

Im letzten Schritt der Ausbildung steht das Zusammenspiel innerhalb eines größeren Rahmens im Vordergrund: Im Zuge der Basisausbildung 3 werden Sie mit Ihren Kameraden zu einem Gefüge zusammengeführt. Hierbei bringen Sie Ihre neuerworbenen Fähigkeiten beispielsweise in einer Schützengruppe, einer Panzerbesatzung oder einer Geschützbedienung ein. Schließlich lernen diese Teams in einem immer größer werdenden Rahmen zusammenzuarbeiten.

Sie suchen eine Herausforderung?

Alltagsnutzen

Super in Form

Soldaten machen Liegestütze.

Körperliche Leistungsfähigkeit ist für jeden Soldaten unabdingbar.

Körperliche Leistungsfähigkeit ist für jeden Soldaten unabdingbar, sodass beim Bundesheer der sportlichen Betätigung ein hoher Stellenwert zukommt. Wer einrückt und noch nicht in Form ist, braucht nicht zu befürchten, dass ihm zuviel abverlangt wird. Auf Untrainierte wird schon Rücksicht genommen.

Der oft sehr anstrengende Dienst erfordert ein aufbauendes Training, das als "Körperausbildung" bezeichnet wird. Es setzt sich aus verschiedenen Trainingsinhalten zusammen und begleitet Sie während des gesamten Grundwehrdienstes. Begonnen wird mit einem vier bis fünfmaligem Konditionstraining pro Woche. Beim Laufen (zu Beginn mit Pausen) lernen Sie Ihren Pulsschlag kennen und damit den Grad Ihrer Belastung. Bei der Konditionsgymnastik werden durch 12 verschiedene Übungen (die "täglichen 12") die wichtigsten Muskelgruppen Ihres Körpers trainiert und damit Ihre Kraft gesteigert. Durch die Einteilung in Leistungsgruppen wird Ihrem Leistungsvermögen Rechnung getragen. Nach dieser Aufbauphase wird ein Teil des Grundlagentrainings durch eine wöchentliche Übungseinheit in der Dauer von 90 Minuten ersetzt. Bei dieser Ausbildung haben Sie Gelegenheit, Ihre Fitneß und Ihr Können in verschiedenen Sportarten und Spielen unter Beweis zu stellen.

Erste Hilfe & Zivilschutz

Interessant und auch für die Zeit nach dem Grundwehrdienstes nützlich sind eine sechzehn Stunden umfassende Ausbildung in Erster Hilfe sowie eine Einweisung in den Zivilschutz (Verhalten und Hilfe bei Bränden und sonstigen Unglücksfällen).

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