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Transformation ist der Schl√ľssel zur Relevanz der Streitkr√§fte

von Hans Jesper Helsø

Kurzfassung

◄ Die Dynamik des internationalen Systems und die sich ständig wandelnden Anforderungen an moderne Streitkräfte erfordern einen Transformationsprozess, der garantiert, dass Streitkräfte relevant, anpassungsfähig und als politisches Werkzeug glaubwürdig bleiben. Dies trifft auch auf die dänischen Streitkräfte zu, die den Auftrag haben, den direkten und indirekten Bedrohungen der Sicherheit Dänemarks zu begegnen, die dänische Souveränität aufrechtzuerhalten, dänische Bürger zu schützen und einen Beitrag zu internationalem Frieden und Sicherheit im Einklang mit den Prinzipien der UNO-Charta zu leisten. Wie in der Vergangenheit werden auch künftig die UNO, NATO und EU für Dänemark die Rahmenbedingungen vorgeben, an denen sich Kopenhagens Außen- und Sicherheitspolitik orientiert.

In Dänemark gibt es eine Tradition von langfristigen Verteidigungsabkommen für einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren, die auf Grund ihrer breiten parlamentarischen Unterstützung auch bei wechselnden politischen Machtverhältnissen Bestand haben. Das letzte wurde im Juni 2004 für die Zeitspanne 2005 bis 2009 beschlossen, in die auch die jetzt begonnene Transformation der dänischen Streitkräfte fällt. Am Ende dieses Prozesses sollen die dänischen Streitkräfte Kapazitäten für einen Einsatz in internationalen militärischen Operationen im gesamten Spektrum von NATO-Missionen sowie zur Gesamtverteidigung aufweisen, inklusive der Fähigkeit, auf Terroranschläge angemessen zu reagieren.

Innerhalb des Verteidigungsabkommens für die Jahre 2005-09 verdoppelt Dänemark seine Anstrengungen hinsichtlich der international ständig einsetzbaren dänischen Truppen. Permanent sollen 2.000 Mann, für kürzere Zeiträume sogar noch mehr Soldaten, an internationalen Operationen teilnehmen können. Durch den Einsatz von mehr Berufssoldaten, die aus einem anderen Budgetansatz bezahlt werden, kann dennoch mit den für internationale Operationen vorgesehenen 900 Mio. DKK pro Jahr das Auslangen gefunden werden. Darüber hinaus unternimmt Dänemark große Anstrengungen, die zivilen und militärischen Anstrengungen hinsichtlich Krisenreaktion besser zu koordinieren; eine konzertierte Einsatzplanung soll sicherstellen, dass die von Dänemark eingesetzten Ressourcen optimal genutzt werden.

Durch die Rationalisierung der Stabs- und Unterstützungsstrukturen sollen die reorganisierten dänischen Streitkräfte ein Verhältnis von 60%:40% zugunsten der operativen Strukturen aufweisen. Durch die Zusammenlegung von Kommanden, die Zentralisierung des Personalwesen, die Neudefinition der Wehrpflicht sowie missionsspezifische Ausbildung und Beschaffung soll die Transformation der dänischen Streitkräfte eine schlagkräftige, den künftigen Aufgaben gewachsene Streitmacht ergeben, die sich primär an ihren internationalen Aufgaben orientieren wird. ►


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Transformation ist der Schlüssel zur Relevanz der Streitkräfte

Die Dynamik des internationalen Systems und die sich ständig wandelnden Anforderungen an moderne Streitkräfte erfordern einen iterativen Prozess fundamentaler Transformation, damit Streitkräfte relevant, anpassungsfähig und als politisches Werkzeug glaubwürdig bleiben.

Das Sicherheitsumfeld

Der nationale Kontext

Die grundlegenden Zielsetzungen der dänischen Außenpolitik sind die Förderung von Dänemarks Souveränität, Sicherheit, Interessen und Prosperität. In den letzten zehn bis 15 Jahren sind die dänische Außen- und Sicherheits- sowie Ver-teidigungspolitik zunehmend aktiver und extrovertierter geworden. Die dänischen Streitkräfte stellen einen wichtigen Teil des dänischen Beitrags zu einer friedlichen Entwicklung in der Welt dar, der aus der Förderung der Normen und Werte der internationalen Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Demokratie besteht.

Dabei ist es die Absicht der dänischen Streitkräfte, direkten und indirekten Bedrohungen der Sicherheit Dänemarks und der verbündeter Länder zu begegnen, die dänische Souveränität aufrechtzuerhalten, dänische Bürger zu schützen und einen Beitrag zu internationalem Frieden und Sicherheit im Einklang mit den Prinzipien der UNO-Charta zu leisten, insbesondere durch Konfliktverhütung, Friedenssicherung, Friedensschaffung und humanitäre Operationen.

Die sich ständig wandelnde internationale sicherheitspolitische Lage

Ein Beitrag wie dieser kommt nicht umhin, die sich wandelnde internationale sicherheitspolitische Lage anzusprechen und den permanenten Charakter dieses Wandels in Betracht zu ziehen. Ein Wandel in den Anforderungen und das Verlangen nach Anpassung an neue Situationen sind Teil jeder militärischen Existenz seit Urzeiten gewesen. Der wirklich neue Aspekt ist aber die wachsende Geschwindigkeit, mit der diese Anforderungen auftauchen. Während des Kalten Krieges war das internationale System relativ statisch und stabil; die unmittelbare Zukunft war vorhersehbar: Das "Morgen" würde wahrscheinlich dem "Heute" ähnlich sein, das wiederum dem "Gestern" entsprach. Das Ende des Kalten Krieges generierte plötzlich Dynamik und Unvorhersehbarkeit für die internationale Lage. Der Fehler vieler Militärorganisationen war es, dies als einen Wechsel von einem stabilen Zustand zu einem anderen, einer neuen Weltordnung, aufzufassen, ohne sich dementsprechend anzupassen. Die Angriffe auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11.9.2001 sowie die nachfolgenden Interventionen in Afghanistan und im Irak schufen die Basis für eine Neubewertung dieser Haltung und unterstrichen die Notwendigkeit, sich auf offensive Flexibilität, Einsetzbarkeit und andere Effekte anstatt statische Verteidigungsstrukturen zu konzentrieren.

Wie andere Staaten auch hat Dänemark diese Entwicklung erkannt und befindet sich gegenwärtig im Prozess einer grundlegenden Umstrukturierung und Anpassung seiner Streitkräfte an die neuen Herausforderungen. Drei Hauptfaktoren beeinflussen die Umstrukturierung: die globalen Entwicklungstrends, das Bedrohungsumfeld und die primären internationalen Akteure und Organisationen.

Aus dänischer Sicht sind die hauptsächlichen Trends, die das internationale Sicherheitsumfeld prägen, die Globalisierung, die Revolution in Militärangelegenheiten (RMA) und der Einsatz militärischer Mittel. Globalisierung im Sinne von zunehmend schnelleren Transaktionen in Währungen, Gütern, Diensten, Wissen, Ideen und Personen ist der bestimmende Faktor in den globalen Trends. Auf Grund dieser Charakteristika könnte sie entscheidend für die Förderung und Ausbreitung von Demokratie, Menschenrechten, wirtschaftlicher Integration, Freihandel, Wachstum und Prosperität sein. Man könnte argumentieren, dass dies nicht immer der Fall ist; Tatsache bleibt aber, dass sie offene, demokratische Gesellschaften verwundbarer durch externe Ereignisse macht, weil die Interdependenz zwischen den Staaten steigt.

Die so genannte RMA oder - besser gesagt - die technologische Revolution hat zu einer Reduzierung der Kosten und involvierten Risiken eines militärischen Einsatzes geführt. Heute können militärische Mittel rasch in überlegener Stärke gegen beinahe jeden Gegner eingesetzt werden und liefern mit chirurgischer Präzision die gewünschten Effekte, wodurch die Opfer unter der Zivilbevölkerung und Kollateralschäden auf ein historisch niedriges Niveau reduziert werden.

Wie die Erfahrungen aus Afghanistan und dem Irak gezeigt haben, haben als Folge davon Kriege, die auf einem technologisch hohen Niveau mit Präzisionsmunition und einsetzbaren Kapazitäten bei beispiellosem Lagebewusstsein ausgetragen werden, den Einsatz militärischer Kräfte zu einem zulässigen Instrument im Werkzeugkasten der sicherheitspolitischen Entscheidungsträger gemacht (ein bevorzugter Schläger in ihrer Golftasche). In der unmittelbaren Zukunft wird die weitere Entwicklung Netz-basierter Operationen diesen Trend verstärken und augenscheinlicher machen. Als Teil der laufenden Transformation und Entwicklung relevanter Fähigkeiten haben die dänischen Streitkräfte den gegenwärtigen Zustand zur Führung Netz-basierter Operationen abgebildet und damit begonnen, einen Plan zur Aktivierung und Verbesserung dieser Fähigkeit zu implementieren, was einer der bestimmenden Faktoren bei der künftigen Transformation sein wird.

Die Asymmetrie der Bedrohungen

Hinsichtlich des Bedrohungsumfeldes als Einflussfaktor für die Umstrukturierung der Streitkräfte bekräftigt die internationale Sicherheitslage, die eine Erweiterung sowohl der EU als auch der NATO mit sich bringt, die Absenz einer konventionellen Bedrohung dänischen Territoriums für die absehbare Zukunft. Dies hat uns zur Erkenntnis geführt, dass kein Bedarf mehr an den massiven Territorialverteidigungskräften der Vergangenheit besteht. Sollte langfristig gesehen eine solche Bedrohung wieder auftauchen, werden uns die technologischen Entwicklungen die Möglichkeit geben oder uns sogar zwingen, einer solchen Bedrohung mit Ansätzen zu begegnen, die sich sehr von denen des Kalten Krieges unterscheiden. Terrorangriffe gegen westliche Staaten haben die Herausforderungen und Risiken demonstriert, denen Dänemark gegenübersteht. Diese haben sich insofern markant gewandelt, als neue asymmetrische und unvorhersagbare Bedrohungen gegen Dänemark und seine Bürger durch internationalen Terrorismus und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen (MVW) dazu gekommen sind.

Die Bedrohungen müssen dabei nicht notwendigerweise in Dänemarks geografischer Nähe ihren Ursprung haben, können aber dennoch ein Risiko für das Land, unsere Verbündeten oder unsere gemeinsamen Werte darstellen, auch wenn sie sich im Ausland manifestieren. Konflikte in Europas Nachbarregionen werden weiterhin Dänemarks jüngst erworbenes und einzigartiges Niveau von Sicherheit vor konventionellen militärischen Bedrohungen beeinflussen; daher könnten sie eine indirekte Bedrohung dänischer Interessen darstellen. Künftige Bedrohungen Dänemarks werden nicht von der geografischen Lage des Landes determiniert sein; vielmehr besteht ein Bedarf, ihnen dort zu begegnen, wo sie entstehen und/oder auftauchen. Daher werden die künftigen dänischen Streitkräfte von einem fähigkeitsbasierten Ansatz strukturiert werden, wodurch ein breites Spektrum an Kapazitäten für Situationen bereitgestellt werden kann, in dem die dänische Sicherheit und dänische Interessen direkt oder indirekt bedroht oder betroffen sind oder dänische Verantwortung innerhalb der internationalen Zusammenarbeit dies erfordert. Der unvorhersagbare Charakter der Bedrohungen erfordert es, dass der militärischen Einsatzbereitschaft und der Fähigkeit Priorität gegeben wird, militärische Kapazitäten dorthin zu verlegen, wo sie benötigt werden, sei es für humanitäre Anstrengungen, Operationen zur Friedensunterstützung, Notfallsituationen inner- und außerhalb Dänemarks oder internationale militärische Operationen.

Primäre internationale Akteure und Organisationen

Die Transformation einer Militärorganisation in ihrer Gesamtheit wird offensichtlich von ihrem Verhältnis zu externen Gremien und primären Zusammenarbeitsarrangements geprägt. Ich anerkenne, dass die USA die einzige Supermacht sind und die US-Teilnahme in der Lösung internationaler Fragen eine Voraussetzung für Erfolg ist. Obwohl der US-Fokus auf eigene nationale Sicherheitsinteressen seit "9/11" zugenommen hat, ist eine starke Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA eine Voraussetzung für die Entwicklung einer stabilen und sicheren Weltordnung. Aus diesem Grund ist es für Dänemark und seine Streitkräfte wichtig, die traditionell starke transatlantische Bindung beizubehalten und zu festigen.

UNO

Die UNO mit ihrem universellen Mandat ist der einzig realistische Rahmen für ein internationales System, das auf Rechtsstaatlichkeit und demokratischen Normen basiert. Ohne UNO fände ich es schwierig, die Schaffung eines auf diesen Werten basierenden Systems ins Auge zu fassen. In den letzten Jahren hat sich die UNO zu mehr Effizienz hinsichtlich ihrer Fähigkeit zum Entschluss für und Engagement in Operationen zur Friedensunterstützung entwickelt, und dieser Trend sollte Unterstützung finden. Gleichzeitig sollte die Fähigkeit der UNO und regionaler Organisationen zur Konfliktverhütung und -lösung, z.B. in Afrika, gestärkt werden.

Dänemark ist im Zeitraum 2005-06 Mitglied des UNO-Sicherheitsrats. Als solches leistet es seinen Beitrag aus der Perspektive eines kleinen nordischen Landes, das der internationalen Kooperation zutiefst verbunden ist und erhebliches Wissen über UNO-geführte militärische Operationen mitbringt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Dänemark Beiträge zu UNO-Missionen sowohl mit Streitkräften als auch Stabsoffizieren und Militärbeobachtern geleistet und wird dies auch in Zukunft tun. Eine große dänische Verpflichtung zu UNO-Operationen drückt sich in der multinationalen Stand-by Forces High Readiness Brigade (SHIRBRIG) der UNO aus, die 1994 - mit Dänemark als einem der Hauptinitiatoren - ins Leben gerufen wurde.

EU

Der langfristige Erweiterungsprozess der EU konsolidiert eine Friedenszone in einem immer größer werdenden Teil Europas. Die EU könnte man als natürlichen Rahmen für eine breite Kooperation zur Lösung von Problemen und zur Abwehr von Bedrohungen gegen den europäischen Kontinent sehen, wie z.B. durch Terrorismus, die Verbreitung von MVW, organisiertes Verbrechen und illegale Migration. Dänemark kann daraus aber wegen seines wahlweisen Austritts (opt-out) aus EU-Verteidigungsfragen nur begrenzten Nutzen ziehen. Wenn dieser opt-out einmal beseitigt ist, beabsichtigt Dänemark mit militärischen Kapazitäten zu EU-Anstrengungen außerhalb des EU-Gebiets im Spektrum von Friedensschaffung, Friedenssicherung, Konfliktverhütung, humanitären Operationen und der Stärkung von internationaler Sicherheit im Rahmen der UNO-Charta beizutragen. Dieser Entschluss ist Teil des jüngsten Verteidigungsabkommens, in dem die politischen Parteien überein gekommen sind, dass die Strukturen und Kapazitäten der dänischen Streitkräfte auf eine Art reorganisiert werden sollen, dass Dänemark in die Lage versetzt wird, unmittelbare Beiträge zu europäischen Verteidigungsinitiativen zu leisten, inklusive der Terrorbekämpfung, der Abwehr der Verbreitung von MVW und Operationen zur Friedensunterstützung mit Kräftestellung sowohl von EU als auch NATO. Gegenwärtig gibt es keine klaren Anzeichen, wann dieses Thema einer Abstimmung zugeführt wird; wenn es aber so weit ist, wird die EU eine neue Bedeutung für die dänische Militärplanung erhalten.

NATO

Aus meiner Perspektive ist die NATO das natürliche Forum für den transatlantischen Dialog über Sicherheitspolitik und eine Vorbedingung für gemeinsame und teilstreitkräfteübergreifende Operationen sowohl innerhalb des Bündnisses als auch in anderem Kontext. Unsere kollektive Verteidigung bleibt tief im NATO-Rahmen verwurzelt, der die transatlantische Partnerschaft bewacht und stärkt und damit neuen Bedrohungen begegnet und die europäische Sicherheit garantiert. Zusätzlich ist das Alliierte Kommando Transformation (Allied Command Transformation, ACT) der NATO der organisatorische Rahmen für die Entwicklung gemeinsamer Kapazitäten in einer für künftige internationale Operationen notwendigen Qualität. Als Kleinstaat kann Dänemark keine führende Rolle in der Forschung und Entwicklung neuer Fähigkeit übernehmen. Unser Ansatz in Bereichen wie Konzeptentwicklung und Erprobung wird einer von aktiver Teilnahme zur Unterstützung unserer strategischen Partner, z.B. in der NATO, sein. Die hinter diesem ausgeglichenen Engagement zur Entwicklung neuer Fähigkeiten stehende Absicht ist es, Handlungsfreiheit zu bewahren, wenn es um die Investition knapper Ressourcen geht. Eine wichtige Lehre aus diesen Bemerkungen ist, dass Dänemark aktiv die Entwicklung und den Erwerb neuer Fähigkeiten unterstützt, allerdings zu einem Zeitpunkt, wo diese einen Reifegrad erreicht haben, dass Fehlinvestitionen vermieden werden können, dieselben aber noch finanziell leistbar sind, um ein Upgrade mit Relevanz für moderne Streitkräfte zu bedeuten. Aus diesem Grund schätze ich die NATO als entscheidend für die Transformation der dänischen Streitkräfte und Verteidigungsstrukturen ein.

Gegenwärtig ist die NATO der einzig realistische multilaterale Rahmen für eine militärische Antwort, sollten andere Alliierte als die USA einen Angriff in den Dimensionen des 11.9.2001 erleiden; allerdings ist die künftige Rolle der NATO als größte internationale Sicherheitsorganisation keine Gegebenheit. Die Fähigkeit der NATO, mit den neuen Sicherheitsherausforderungen fertig zu werden, hängt von der Fortsetzung der Transformation der Allianz und der Streitkräfte ihrer Mitgliedstaaten ab. Dänemark trägt zum Transformationsprozess in der NATO bei, indem es z.B. der Teilnahme an den Reaktionskräften (NATO Response Force, NRF) und den Prager Fähigkeitsverpflichtungen (Prague Capability Commitments, PCC) hohe Priorität einräumt. Die Transformation und Entwicklung der dänischen Streitkräfte ist eng mit der Teilnahme an den NRF verbunden; Dänemark verwendet diese als Katalysator für den Wandel der nationalen Strukturen, wie schon bei der Entwicklung des NRF-Konzepts beabsichtigt. Wir haben beschlossen, dass die dänischen Beiträge abhängig von Optionen und Bedürfnissen variieren werden. Die NRF befinden sich noch in ihrer Anfangsphase, haben erst letzten Herbst den Beginn ihrer operationellen Verfügbarkeit (IOC) erreicht, und das dänische Engagement spiegelt dies wider.

Im letzten Jahrzehnt hat sich die NATO weiter entwickelt, um ihre Relevanz unter gewandelten Umständen zu bewahren. Nichtsdestoweniger vermindern heute gegenüber früher zwei Dinge ihren Einfluss auf die nationale dänische Streitkräfteplanung: Erstens haben die Entwicklungen des internationalen Systems seit dem Zerfall der Sowjetunion zu einer fortgesetzten Verminderung des Teils der dänischen Streitkräfte geführt, die der Allianz unterstellt waren. In der Vergangenheit verlangte die NATO in ihrem Streitkräfteplanungsprozess nach den gesamten dänischen Streitkräften, weil die NATO-Anforderungen gemäß der bedrohungsbasierten Analyse des Warschauer Pakts und die Struktur der dänischen Streitkräfte beinahe identisch waren. Seit damals hat sich das Bündnis gemäß dem strategischen Konzept etc. und einem fähigkeitsbasierten Ansatz gewandelt. Aus diesem Grund fragt die NATO heute nach einem kleineren Teil der dänischen Streitkräfte, d.h. jenem Teil militärischer Kapazitäten, der im Prinzip im vollen Spektrum von Missionen und ohne geografische Limitationen teilnehmen kann. Zweitens könnte man argumentieren, dass das sich wandelnde internationale Sicherheitsumfeld dem Bündnis implizit eher eine neue Aufgabe als "Koalitionsermöglicher" denn als eigenständiger Akteur eingeräumt hat. Als Folge davon sollte die Entwicklung nationaler militärischer Kapazitäten nicht auf die von der NATO angestrebten Fähigkeiten beschränkt werden; die Strukturierung der Streitkräfte sollte vielmehr auf einer Analyse basieren, welche militärischen Fähigkeiten am besten die Umsetzung der dänischen Außen- und Sicherheitspolitik unterstützen werden. Ein nationalstaatlicher Bericht zu diesem Thema kam zum Schluss, dass die Entwicklung der dänischen Streitkräfte nicht davon abhängig gemacht dürfe und könne, ob eine erfolgreiche politische Kooperation in irgendeiner Organisation erreicht werden kann oder nicht. Aus diesem Grund müssen die dänischen Streitkräfte mehr als NATO-Forderungen gerecht werden können. Die Teilnahme in "Koalitionen der Willigen und Fähigen" erfordert von uns sowohl einen Beitrag mit einsatzbereiten, gut ausgerüsteten und effizienten Kräften für internationale Operationen als auch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den militärischen und den zivilen, humanitären Anstrengungen in einem spezifischen Operationsgebiet.

Hauptorganisationen haben noch immer große Bedeutung

Die politische Debatte vor der Irak-Intervention zeigte die Schwächen dieser internationalen Organisationen, d.h. UNO, NATO und EU. In den Augen der meisten Leute wurden sie selbst und ihre Rollen für die internationale Sicherheit durch diesen Konflikt massiv geschwächt. Aus meiner Sicht war die Debatte insofern fruchtbar, als sie demokratisch war und uns zwang, unsere Bereitschaft zur Kooperation neu zu bewerten und zu erneuern; mit Blick auf die Zukunft werden die drei Organisationen von zentraler Wichtigkeit für die Entwicklung der internationalen Koexistenz sein.

Der Prozess des Verteidigungsabkommens

Das dänische Modell vier- bis fünfjähriger Verteidigungsabkommen

In Dänemark gibt es eine Tradition langfristiger Verteidigungsabkommen, was bedeutet, dass Aufgaben und Budget für einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren vereinbart werden. Die Verteidigungsabkommen werden normalerweise von einer breiten parlamentarischen Mehrheit unterstützt, die den Abkommen einen Grad von Robustheit für den Fall wechselnder Regierungen verleiht. Das neueste Verteidigungsabkommen wurde am 10. Juni 2004 für die Jahre 2005-09 beschlossen. Die langfristigen Verteidigungsabkommen sind Garant für einen stabilen finanziellen Rahmen, innerhalb dessen die Streitkräfte operieren und sich auf eine flexiblere Art entwickeln können als es möglich wäre, müssten die Budgets jedes Jahr aufs Neue beschlossen werden. Andererseits müssen plötzliche außerordentliche Ausgaben, z.B. für internationale Operationen, steigende Ölpreise oder Wechselkurse vom existierenden Budget aufgefangen werden, wobei nur begrenzte Möglichkeiten einer Kompensation durch zusätzliche staatliche Mittel bestehen.

Seit dem Ende des Kalten Krieges haben wir eine Reihe von Verteidigungsabkommen gehabt, die alle von einer Reduzierung unserer Streitkräftestruktur gekennzeichnet waren. Obwohl die Reduzierungen zum Teil recht drastisch ausfielen, änderten sie an unserer aus dem Kalten Krieg stammenden Kräftestruktur nichts. Als wir in den zum gegenwärtigen Verteidigungsabkommen führenden Prozess eintraten, stellten wir fest, dass wir unsere militärischen Kapazitäten über die Jahre so beschnitten hatten, dass wir - bildlich gesprochen - das Ende der "Wurst" erreicht hatten; daher war ein grundlegend neuer Ansatz erforderlich. Wir wandten einen so genannten fähigkeitsbasierten Ansatz an und entwarfen die dänischen Streitkräfte von Grund auf neu, indem wir Bedürfnisse und Anforderungen einer modernen Verteidigungsorganisation und die relevante Struktur der dänischen Streitkräfte analysierten.

Lehren aus dem Prozess der Verteidigungsabkommen

In Dänemark dauert der zu einem Verteidigungsabkommen führende Prozess gewöhnlich ungefähr ein Jahr und wird politisch geführt. Im Sommer 2003 hatten wir, das Militär, die Notwendigkeit eines grundsätzlich unterschiedlichen Ansatzes zur Strukturierung der Streitkräfte erkannt, und ich ordnete die Stabsarbeit zur Analyse künftiger Anforderungen an; wie oben erwähnt, wurde der so genannte fähigkeitsbasierte Ansatz verwendet und führte zu einem internen Bericht, wie die künftigen dänischen Streitkräfte von einem militärischen Blickpunkt aus organisiert werden sollten. Dieser Bericht wurde Capability Brief genannt; er wurde umgeschrieben und als militärischer Vorschlag in die politische Debatte eingebracht. Durch diesen Ansatz gelang es uns, Teil der politischen Debatte zu werden und diese auf einige Themen zu konzentrieren, die die dänischen Streitkräfte für wichtig hielten, wollten wir in der Zukunft unsere Relevanz bewahren. Ende 2003 lancierte die dänische Regierung ihre Ideen und Initiativen zu Verteidigungsfragen als offizielle Basis für die kommende politische Debatte. Im Juni 2004 wurde das gegenwärtige Verteidigungsabkommen von einer breiten Parteienmehrheit im dänischen Parlament unterzeichnet. Von da an begann das Verteidigungskommando den analytischen und mathematischen Prozess der Konsolidierung des Abkommens, das in handfeste messbare Ziele für die kommenden Jahre übertragen wurde. Die Resultate wurden von der Regierung und den hinter dem Abkommen stehenden Parteien gutgeheißen, und im Jänner 2005 konnten die dänischen Streitkräfte die grundlegendste Transformation seit dem Zweiten Weltkrieg beginnen.

Eine Lehre aus diesem Prozess ist, dass in einem solchen Kontext und einer solchen Lage die politische Debatte über die zukünftige Entwicklung der Streitkräfte konstruktiv durch ausgewogene, pro-aktive Positionen der militärischen Experten beeinflusst werden kann. Der andere wichtige Aspekt des neuen Verteidigungsabkommens ist, dass es von einer breiten Parteienmehrheit im Parlament unterstützt und unterzeichnet wurde. Dies gibt uns eine optimale Grundlage für die künftige Entwicklung der dänischen Streitkräfte.

Das Verteidigungsabkommen

Zu den größten Errungenschaften und Vorteilen des neuen Abkommens gehört, dass es die dänischen Streitkräfte aus einem Status wachsender Irrelevanz zu hoch relevanten Kräften innerhalb von fünf Jahren transformiert. Die früheren Strukturen basierten auf Mobilmachungskräften der Armee, jahrelanger Wehrpflicht, einem Verhältnis von 2:3 zwischen operativen und unterstützenden Strukturen, einer internationalen Kapazität von 1.000 Truppen, finanziert durch für internationale Operationen vorgesehene 900 Mio. DKK sowie eine permanent inadäquate Bedeckung der laufenden Kosten. Die neuen Strukturen werden auf einem stehenden Berufsheer, einem kurzen, an den Bedürfnissen der Gesamtverteidigung orientierten Wehrdienst, einem 3:2 betragenden Verhältnis zwischen operativen und Unterstützungsstrukturen, einer internationalen Kapazität von 2.000 Truppen, die aus denselben oben erwähnten 900 Mio. DKK finanziert werden, sowie einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Mitteln und laufenden Kosten basieren.

Der Unterschied zwischen Irrelevanz und Relevanz einer jedweden modernen militärischen Struktur liegt in der Fähigkeit, glaubwürdige militärische Kapazitäten zu verlegen und einzusetzen, wo immer diese benötigt werden. Auf der Grundlage der Beurteilung des internationalen Sicherheitsumfeldes, wie oben ausgeführt, haben die dänischen Streitkräfte den Auftrag erhalten, Kapazitäten für die Aufträge - Einsatz in internationalen militärischen Operationen im gesamten Spektrum von NATO-Missionen und - Gesamtverteidigung, inklusive der Fähigkeit, terroristischen Anschlägen und ihren Auswirkungen zu begegnen, zur Verfügung zu stellen.

Terror erfordert Gesamtverteidigung

Das dänische Konzept der Gesamtverteidigung stammt aus der Zeit des Kalten Krieges und basiert auf der Idee, dass eine glaubwürdige nationale Verteidigung keine isolierte militärische Angelegenheit ist. Gesamtverteidigung zielt auf den koordinierten Einsatz aller Ressourcen der Gesellschaft, um Krieg zu verhüten, das Land zu verteidigen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Nach dem Ende des Kalten Krieges änderte sich der Fokus der zivilen Notfallsplanung; diese unterscheidet nicht mehr zwischen Krieg und Frieden, sondern deckt alle Unfälle und Katastrophen ab, inklusive Kriegsakte. Aus diesem Grund wandelte sich das gesamte Konzept, und heute muss die Gesamtverteidigung sicherstellen, dass Dänemark genügend Kapazitäten aufweist, um den Bedrohungen gegen das Land begegnen und Katastrophen großen Stils bewältigen zu können. Im Allgemeinen umfasst Gesamtverteidigung die Nutzung aller Ressourcen der Gesellschaft, darunter u.a. das Militär, die Polizei, die Dänische Krisenmanagementbehörde, den Heimatschutz, den nationalen Gesundheitsdienst und die Feuerwehren, um eine organisierte, funktionierende Gesellschaft aufrechtzuerhalten und die kritische Infrastruktur, die Bevölkerung und nationale Güter zu schützen. Die Gefahren, denen die Gesamtverteidigung begegnen muss, können ihrem Charakter nach entweder transnational sein oder Verwaltungsgrenzen im Inneren überschreiten. Als Folge davon erfordert die Eindämmung gemeinsame Lösungen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen und Teilnahme von verantwortlichen internationalen und nationalen Behörden.

Die verstärkte Konzentration auf Homeland Security nach den Angriffen auf die USA vom 11.9.2001 spiegelt sich in der Analyse der nationalen Verteidigungsanforderungen in zweierlei Hinsicht wider: erstens im Bedürfnis nach einer abgestuften Verwendung einsetzbarer militärischer Kapazitäten, um einen Einsatz sowohl international als auch im Bedarfsfall im Heimatschutz zu ermöglichen, und zweitens in der Neudefinition der Wehrpflicht durch die Identifikation der Notwendigkeit eines kurzen Wehrdienstes zwecks Ausbildung in der erweiterten Heimatschutzrolle (Erste Hilfe, ABC-Abwehr, Feuerbekämpfung, Ausbildung an Kleinwaffen und Zusammenarbeit kleiner Einheiten).

Einer der Vorteile für die dänische Bevölkerung in der Ausbildung der Mobilmachungskräfte lag darin, dass der Großteil der männlichen Bevölkerung als Rekruten in einigen jener Disziplinen ausgebildet wurde, die nun zunehmend relevant werden. Wie bereits erwähnt, betrifft dies Gebiete wie Überwachung, Erste Hilfe, Notfallsreaktion, Abwehrmaßnahmen gegen atomare, biologische und chemische Waffen etc., während andere Teile der konventionellen Rekrutenausbildung für Territorialverteidigung viel von ihrer Relevanz verloren haben. Ich werde auf das Thema der neu definierten Wehrpflicht später zurückkommen.

Als Folge des neuen Verteidigungsabkommens wurden die Dänische Krisenmanagementbehörde und die Verantwortung für die zivile Notfallsplanung vom Innenministerium mit 1.2.2004 ins Verteidigungsministerium verlagert. Die Gesamtverteidigung soll durch die Integration der Aufgaben der nationalen Notfallsanstrengungen, d.h. der Krisenmanagementbehörde und der Gesamtverteidigungsaufgaben der dänischen Streitkräfte, in einer Struktur gestärkt werden, die Synergie und Vereinfachung garantiert. Gleichermaßen wird der Heimatschutz in die Operations- und Unterstützungsstrukturen der dänischen Streitkräfte integriert, ohne dass seine Freiwilligkeit oder Identität grundlegend geändert würden. Zusätzlich soll die Gesamtverteidigung durch die Einrichtung von Gesamtverteidigungskräften gestärkt werden, die sich aus ca. 12.000 Soldaten zusammensetzt, die ein relevantes 700-stündiges Ausbildungsprogramm über einen viermonatigen Zeitraum absolviert haben. Innerhalb der ersten drei Jahre nach Abschluss des ersten gemeinsamen militärischen Ausbildungsprogramms werden diese Kräfte verpflichtet, sich den dänischen Streitkräften bis zu drei Monate im Zusammenhang mit der Erfüllung von Gesamtverteidigungsaufgaben für die dänische Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, vorausgesetzt dass die Kapazitäten der Bereitschaftskräfte der dänischen Streitkräfte, die nationalen Anstrengungen zur Krisenbewältigung und der Heimatschutz nicht ausreichend sind.

Eine Folge davon für die Transformation der dänischen Streitkräfte ist, dass deren Reorganisation eine ausreichende Konzentration auf die Erledigung von Krisenmanagementaufgaben und die Aufrechterhaltung und Entwicklung der Kernkompetenzen aufweisen muss, die in der Struktur des nationalen Krisenmanagements existieren; zusätzlich gibt es noch Auswirkungen darauf, wie wir unsere Fähigkeit zu Netz-basierten Operationen national managen und umsetzen. Hierzu weiter unten.

Kapazitäten für internationale Missionen

Dänemark blickt auf eine lange Tradition des Engagements in internationalen Missionen zurück, das von der UNO-Mission im Nahen Osten 1948 bis zur Irak-Intervention 2003 reicht. Dänische Soldaten stehen gegenwärtig in Missionen der UNO, NATO oder im Rahmen von Koalitionen, wie unten abgebildet, im Einsatz. Die international einsetzbaren militärischen Kapazitäten bedürfen einer besonderen Beachtung, wenn eine Militärorganisation grundlegend transformiert wird. Zusammen mit unseren Verbündeten sind die dänischen Streitkräfte in der Lage, an Operationen hoher Intensität unter Bedingungen teilzunehmen, die sowohl schwierig als auch instabil sind, um die Voraussetzungen für eine Stabilisierung in Krisenregionen zu schaffen. Wir streben das Ziel an, schnell verlegbare Ersteinsatzkapazitäten für das volle Spektrum von Missionen zur Verfügung stellen zu können. Die dänischen Streitkräfte werden und müssen besser als früher befähigt sein, in Operationen zur Friedensunterstützung, inklusive Konfliktverhütung, Friedenssicherung, Friedensschaffung, humanitären und ähnlichen Operationen teilzunehmen.

In diesem Prozess schufen wir die auf Mobilmachung basierende Verteidigung ab, um die Fähigkeit der dänischen Streitkräfte zu stärken, einen Beitrag zur Gesamtverteidigung, wie oben erwähnt, zu leisten, inklusive der Fähigkeit, terroristischen Aktionen und ihren Auswirkungen zu begegnen und gut ausgebildete, gut ausgerüstete Einheiten in internationale Operationen zu entsenden. Die dänischen Streitkräfte werden flexibel und einsetzbar sein, um ihre Aufgaben sowohl zu Hause als auch im Ausland zu erfüllen; im Bedarfsfall bleibt aber die Verteidigung Dänemarks die primäre Aufgabe, die in Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten erfüllt wird.

Innerhalb des Verteidigungsabkommens für die Jahre 2005-09 verdoppelt Dänemark seine Anstrengungen hinsichtlich der ständig einsetzbaren dänischen Truppen. Ziel ist es, bis 2009 in der Lage zu sein, ungefähr 2.000 Mann permanent international abstellen oder für kürzere Zeiträume sogar eine höhere Zahl entsenden zu können. Von den 2.000 Truppen werden 1.500 von der Armee gestellt, während je 500 von der Marine und den Luftstreitkräften kommen, sodass daraus eine Teilstreitkräfte übergreifende Anstrengung wird. Vergleicht man die 2.000 Mann mit der Größe der dänischen Bevölkerung (5,3 Mio.), wird bald klar, dass Dänemark zu den führenden Ländern gehört, wenn es um die Teilnahme an internationalen Operationen geht.

900 Mio. DKK des Verteidigungsbudgets für 2005 sind für die Teilnahme dänischer Streitkräfte in internationalen Operationen vorgesehen; weitere 50 Mio. DKK stehen für internationale Polizeieinsätze zur Verfügung. Ein Minderverbrauch von bis zu 200 Mio. DKK pro Fiskaljahr kann auf die nachfolgenden Fiskaljahre verschoben werden: wenn aber ein Betrag von mehr als 200 Mio. DKK in einem Fiskaljahr nicht verbraucht wird, fällt der Überschuss an das Finanzministerium zurück, was für uns einen extra Anreiz bietet, uns tatsächlich in internationalen Missionen zu engagieren. Im Fall eines Mehrverbrauchs aus dieser Reserve haben wir die Option, das Parlament um die notwendige Bedeckung zu ersuchen.

Die konzertierte Planung und Durchführung ziviler und militärischer Aktivitäten (CPA)

Die Absicht hinter jedweder dänischen zivilen oder militärischen Teilnahme an internationalen Missionen ist die Stabilisierung und Normalisierung der Lage der Bevölkerung im betroffenen Gebiet. Ein solches Endziel in internationalen Krisenreaktionsoperationen kann nicht als alleinige militärische Aufgabe gesehen werden; es erfordert ein hohes Maß an Interaktion und Kooperation zwischen den zivilen und militärischen Anstrengungen, um dies zu erreichen. Die Intervention der Koalition im Irak, inklusive der Anstrengungen der dänischen Streitkräfte, hat zweifellos bewiesen, dass es bei der Erreichung eines solchen Endziels im Irak nicht um militärische Mittel, sondern vielmehr um Beiträge zum Wiederaufbau der grundlegenden Strukturen der Gesellschaft geht.

Kurz gesagt, es können militärische Anstrengungen allein leicht einen Krieg, nicht aber den Frieden gewinnen. Die Koordination der militärischen und zivilen Anstrengungen ist Vorbedingung für eine erfolgreiche Normalisierung und Stabilisierung in einem Krisen- oder Unruhegebiet. Wasser- und Elektrizitätsversorgung, Transportwesen, Rechtsstaatlichkeit, Verwaltungsstrukturen und ein funktionierender Geschäftssektor sind alles Vorbedingungen für die Erreichung dieses Endziels. Für die Zivilbevölkerung in einer Krisenregion ist die Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage direkt verknüpft mit der Verbesserung ihrer Sicherheitslage. Daher muss die militärische Anstrengung in Zusammenarbeit mit anderen nationalen Bemühungen geplant werden, damit maximale Synergien der Gesamtanstrengung erzielt werden und Dänemarks Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung für ein Krisengebiet gestärkt wird.

Das gegenwärtige Verteidigungsabkommen brachte eine Regierungsdirektive an alle Regierungs- und Verwaltungsbehörden und deren Institutionen mit sich, der zufolge die militärische Anstrengung in jedwedem internationalen Kontext in Abstimmung mit allen anderen Anstrengungen des dänischen Staates in einem bestimmten geografischen Gebiet geplant und ausgeführt werden muss, um eine maximale Effizienz der eingesetzten nationalen Ressourcen zu erreichen. Diese Direktive wird große Auswirkung darauf haben, wie wir künftig unsere Teilnahme in internationalen Operationen planen und durchführen.

Als Teil der Regierungsinitiative wurde ein ständiges Komitee von Beamten und Regierungsvertretern zwecks Planung und Koordination des militärischen und zivil-humanitären Einsatzes eingerichtet. In diesem Komitee sind das Verteidigungsministerium, das Verteidigungskommando, der Nachrichtendienst der Verteidigung, die Krisenmanagementbehörde und die Polizei vertreten. Das Außenministerium führt den Vorsitz, organisiert die Zusammenarbeit mit relevanten dänischen NGO-Hilfsorganisationen, der dänischen Industrie sowie privaten Unternehmen und stellt die staatlichen Finanzmittel zur Entwicklung eines speziellen Interessengebietes sicher.

Idee dieser Initiative ist es, dass alle Akteure, die Anstrengungen für ein spezifisches geografisches Gebiet übernehmen, ihre Kernkompetenzen in eine umfassende Lösung einbringen. Die dänischen Streitkräfte tragen dazu ihre Kernkompetenzen, 1. - die Fähigkeit zur Planung und Durchführung militärischer Operationen und 2. - die militärspezifische CIMIC-Anstrengung, bei. Die dänischen Streitkräfte werden dabei nicht in bewaffnete Hilfe Leistende transformiert, sondern die Aufgabe übernehmen, wenn notwendig durch Friedensschaffung und tatsächliche Kampfführung ein geeignetes Sicherheitsniveau zu kreieren, damit zivile Institutionen und Organisationen mit ihrer Arbeit beginnen können. Nur wenn z.B. aus Sicherheitsgründen andere Organisationen oder Institutionen die Verantwortung für Hilfeleistung oder für Projekte zum Wiederaufbau der Nation nicht übernehmen wollen, werden dänische Truppen in die Bresche springen.

Nur durch die Verbindung von zivilen und militärischen Anstrengungen wird es möglich sein, die Synergien zu erreichen, die eine Verkürzung sowohl der militärischen als auch der zivilen Präsenz zur Hilfeleistung in einem Gebiet erlauben, wodurch der gesamte Ressourcenbedarf der kollektiven dänischen Anstrengung reduziert wird. Vom 20.-21.5.2005 wird Dänemark Gastgeber eines NATO-Seminars zu diesem Thema sein, um die zivil-militärische Planungszusammenarbeit in einen Bündniskontext zu bringen.

Die CPA-Initiative wird vom Krisenstab des Verteidigungskommandos unterstützt; dieser besteht aus designiertem Personal, auf das während Krisen und Katastrophen zurückgegriffen wird. Der Stab umfasst Vertreter aller relevanten Akteure der dänischen Gesamtverteidigung sowie Ad-hoc-Spezialisten aus spezifischen Gebieten (z.B. Telekommunikation etc.), falls notwendig, und bringt so die notwendigen Entscheidungsträger und Experten zusammen, damit diese größere Ereignisse inner- oder außerhalb der dänischen Grenzen managen können.

Die Finanzlage der Streitkräfte

Der finanzielle Rahmen der dänischen Streitkräfte beträgt ca. 18 Mrd. DKK, von denen 900 Mio. DKK für internationale Operationen reserviert sind. Aus diesem Budget müssen die dänischen Streitkräfte alle mit der Umsetzung des Verteidigungsabkommens verbundenen Kosten bestreiten, d.h. die Verlegung von Personal, Investitionen in neues Material, neue Einrichtungen und Gebäude. Gleichzeitig erhöhen wir die Gesamtanzahl der Bediensteten um fast 1.000 Mann. Dänemarks Verteidigungsausgaben pro Kopf brauchen einen Vergleich mit anderen Staaten nicht zu scheuen, und aus den oben angeführten Gründen stellen wir zudem sicher, dass jede eingesetzte Krone sich im Output widerspiegelt.

Die Analyse unserer gegenwärtigen militärischen Kapazitäten bewies uns, dass die Struktur und Organisation der Streitkräfte während der Umsetzung verschiedener Verteidigungsabkommen verdreht worden war. Die Unterstützungsstrukturen, der "Schwanz", waren unverhältnismäßig stark gewachsen, und die operativen Strukturen, die "Zähne", hatten ein beinahe irrelevantes Niveau erreicht. Die Umstrukturierung von Grund auf bringt eine Schwergewichtsverlagerung mit sich, um die Prioritäten von 40% operativen Fähigkeiten und 60% Unterstützungsstrukturen in 60% operative Fähigkeiten und 40% Unterstützungsstruktur zu verschieben. In den nächsten fünf Jahren werden die dänischen Streitkräfte durch Rationalisierung und Beschneidung der Unterstützungsstruktur zu Gunsten der operativen Fähigkeiten fundamental transformiert. Als Beispiele dafür, was wir für notwendig erachtet haben, mögen die Zentralisierung der Personal- und Materialverwaltung sowie des Infrastrukturmanagements dienen. Dieser Schritt wird die gegenwärtigen Verwaltungsaufgaben des Verteidigungsstabes, der Königlichen Verwaltung von Navigation und Hydrografie, des Heimatschutzkommandos, des Baudienstes der Verteidigung, der operativen Kommanden und nachgeordneten Dienststellen inklusive der Regimenter, Luft- und Marinestützpunkte sowie der Schulen etc. reduzieren und es ihnen erlauben, sich auf den gewünschten Output zu konzentrieren, nämlich Kräfte für internationale Operationen und die Gesamtverteidigung hervorzubringen. Die übrigen Stabs- und Unterstützungsstrukturen werden rationalisiert und beschnitten, damit sie genau den Erfordernissen der operativen Einheiten, der Gesamtverteidigung und anderen relevanten Aufgaben im Inneren entsprechen. Als Folge dieses Prozesses werden verschiedene Kasernen und militärische Einrichtungen entweder geschlossen oder zusammengelegt, wodurch eine ganz neue und schlankere Organisation entsteht, die unsere Fähigkeiten zur Expeditionskriegführung besser unterstützt.

Die Gesamtstruktur der Streitkräfte

Wie bereits erwähnt ist die Rationalisierung unserer Stabs- und Unterstützungsstrukturen ein wichtiger Schritt in diesem Prozess. Das Gesamtmanagement der dänischen Streitkräfte wird weiterhin vom Verteidigungsministerium und dem Verteidigungskommando Dänemark als zwei separaten Entitäten besorgt, wobei die Verantwortlichkeiten und Aufgabenteilungen zwischen den beiden gegenwärtig geprüft, analysiert und reorganisiert werden, um künftige Über-schneidungen in der Verwaltung der Streitkräfte zu minimieren.

Die Militärorganisation wird aus drei operativen Kommanden, einer Reihe funktioneller Dienste und Militärschulen, wie unten abgebildet, bestehen. Im Detail werden die Konsequenzen des neuen Verteidigungsabkommens die folgenden sein: Die gegenwärtig drei Logistikkommanden werden in einen Logistikdienst (Defence Materiel Service) integriert, dem die Beschaffung und Übernahme, das Upgrade von Material, das Depotmanagement und die generelle Instandhaltung obliegen. Alle Personalverwaltungsaufgaben, die gegenwärtig auf alle Waffengattungen der Streitkräfte aufgeteilt sind, werden im neuen Personaldienst der Verteidigung zusammengefasst. Desgleichen werden alle Aufgaben bezüglich Infrastruktur, Gebäuden und Einrichtungen in einem Anlagendienst (Defence Facilities Service) zentralisiert.

Alles in allem wird uns dies eine rationalisierte Organisation bescheren, die uns die Struktur der Friedensorganisation um mindestens 20% verringern hilft. Das primäre Ziel dieser Reorganisation sind natürlich Kosteneinsparungen, doch gleich wichtig ist, dass die Reduzierung des Verwaltungsaufwands in den operativen Kommanden diesen die Konzentration auf die Hauptaufgabe, nämlich internationale Einsätze, ermöglicht.

Von 1.000 auf 2.000 Mann bei gleichen Kosten

Die Konzentration auf die Bereitstellung einer substanziell vergrößerten internationalen Kapazität verleitete uns zur Analyse der Veränderungen, die notwendig wären, um mehr "Output" vom gleichen "Input" zu erzielen. Anders gesagt, wie könnten wir die Fähigkeit zur Entsendung von 1.000 Mann innerhalb der für internationale Operationen vorgesehenen Budgetgrenzen von 900 Mio. DKK auf 2.000 Mann steigern, ohne das Budget zu erhöhen? Wir fanden heraus, dass wir durch die Verwendung von Bereitschaftskräften Finanzierungsvorteile generieren konnten. Die Besoldung dieser stehenden Kräfte erfolgt aus dem Hauptteil des Verteidigungsbudgets außerhalb der 900 Mio. DKK, während die Gehälter der Reservekräfte mit Stand-by-Verträgen aus dem Budgetanteil für internationale Operationen stammen. Daraus folgt, dass ein Streitkräftemix hauptsächlich aus Berufssoldaten uns in die Lage versetzt, mehr Soldaten für dasselbe Geld entsenden zu können.

Zusätzlich nehmen durch die Abstützung auf professionelle Kräfte die Kosten für missionsspezifische Ausbildung ab, weil im Allgemeinen die meisten Soldaten ein höheres Ausbildungsniveau aufweisen und die laufenden Kosten auf Grund der Tatsache zurückgehen würden, dass wir uns auf die Beschaffung von Material konzentrieren könnten, das wir für unsere Kernaufgabe internationale Operationen benötigen, und nicht Ausgaben für Material tätigen müssten, das nicht auftragsrelevant ist. Unten stehende Grafik veranschaulicht diese Situation.

Einsatzfähigkeit, Durchhaltevermögen und Verwendbarkeit

In unserer Analyse der notwendigen Transformation haben wir uns auf das NATO-Dokument MC 317/1 abgestützt, in dem die Anforderungen an künftige NATO-Streitkräfte beschrieben werden. Diese Anforderungen an moderne und relevante Kräfte unterscheiden sich massiv von jenen, die wir während des Kalten Krieges zu erreichen bemüht waren. Obwohl aber die Anzahl von Kräften über die Jahre weniger geworden ist, bleiben die Anforderungen an die heutigen Kräfte hoch, sich an zukünftigen Herausforderungen zu orientieren. Internationale Operationen der Zukunft werden offensichtlich an den Grenzen bzw. außerhalb eines erweiterten Bündnisses stattfinden, was spezielle Anforderungen an die Mobilität/Flexibilität, Verfügbarkeit, logistische Ausdauer/Überlebensfähigkeit und Zusammenarbeit zwischen nationalen Kontingenten stellt.

Die Arbeit zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Bündniskräften macht Fortschritte, und Dänemark unterstützt diesen Prozess aus ganzem Herzen. Moderne Streitkräfte müssen für das gesamte Spektrum von Missionen zur Verfügung stehen, wobei die Verfügbarkeitskriterien in hohe Einsatzbereitschaft (0-90 Tage), niedrigere Einsatzbereitschaft (90-180 Tage) sowie langfristige Aufwuchskapazität (bis 360 Tage) eingeteilt werden und Verlegbarkeit und Mobilität inkludieren. Dazu kommen noch die Anforderungen der NRF nach hoher Einsatzbereitschaft, die hier zwischen fünf und 30 Tagen liegt.

Die NATO muss in der Lage sein, die Kriterien für das Durchhaltevermögen von Kräften in Operationen längerer Dauer zu erfüllen. Die Streitkräftestruktur der NATO muss die Durchführung von Operationen durch die Rotation von Truppen und Hauptquartieren sicherstellen können, und nationale Strukturen müssen dies unterstützen. Multinationalität ist eine wachsende Anforderung an unsere Kräfte. Der multinationale Kontext bedingt die Zusammensetzung von Truppen und Hauptquartieren, weil alle Mitgliedstaaten das Recht auf Beiträge zu Operationen haben und die Allianz demonstrieren muss, dass Operationen nicht das Unternehmen einer einzelnen Nation sind. Multinationalität stellt an Dänemark wie auch die anderen Mitgliedstaaten große Herausforderungen hinsichtlich der Sprachausbildung, der Umsetzung und Modernisierung gemeinsamer Taktiken, Techniken und Verfahren sowie der Teilnahme an Übungen. Die Forderung nach verbesserter Einsatzfähigkeit ist ein Anliegen der neuen Streitkräftestruktur, mit dem sich die dänischen Streitkräfte auseinander setzen müssen.

Mehr Investitionen in Material

Das neue Verteidigungsabkommen zielt auch auf wachsende Investitionen in relevante Ausrüstung für künftige operative Fähigkeiten in einem Ausmaß, dass der "Technologiegraben" zwischen Dänemark und gewissen anderen Verbündeten verkleinert wird. Dies schließt mit ein, dass Dänemark seiner Verpflichtung zur Teilnahme in den Fähigkeitsinitiativen der NATO inklusive des strategischen See- und Lufttransports, der Luftbetankung etc. nachkommt, wie von der dänischen Regierung während des NATO-Gipfels im Herbst 2002 verlautbart. Die Investitionen im Rahmen des gegenwärtigen Verteidigungsabkommens werden in der Grafik unten dargestellt.

Wandel in der Personalzusammensetzung

Die Transformation der dänischen Streitkräfte von einer traditionellen Verteidigungsorientierung, die hauptsächlich auf Mobilmachung, verstärkt um Berufskräfte für internationale Einsätze, beruhte, hin zu dänischen Expeditionsstreitkräften mit der Fähigkeit zu globaler Einsetzbarkeit und der Abstellung von Kräften für das gesamte Spektrum von Bündnismissionen erfordert auch eine Anpassung der gegenwärtigen Personalstruktur.

Wie Sie vielleicht schon wissen, unterscheidet sich die dänische Personalstruktur insofern grundlegend von jener der USA oder Großbritanniens, als alle Offiziere und ein Großteil der Unteroffiziere bis zum Alter von 60 Jahren dienen. Im Allgemeinen wird die Zukunft eine jüngere und flexiblere Personalstruktur erfordern. Dies wird vom Umstand bestimmt, dass der Dienst - geografisch gesehen - seinen vornehmlich auf dänischem Territorium stattfindenden, nur zeitweise während internationaler Einsätze durch Auslandsperioden unterbrochenen Charakter in Richtung auf häufigere und längere Perioden im Ausland verschoben hat, die nur zeitweise durch Ausbildungszeiten und Freizeit in Dänemark unterbrochen werden. Gleichzeitig sind auch die physischen Anforderungen als Folge der Konzentration auf Kräfte hoher Einsatzbereitschaft für das volle Spektrum von Missionen außerhalb des NATO-Gebietes gestiegen.

Schätzungen besagen, dass die personellen Anpassungen durch natürliche Pensionierungen und freiwillige Abgänge allein nicht durchgeführt werden können. Aus diesem Grund haben wir das während des letzten Verteidigungsabkommens umgesetzte Job- und Ausbildungsberatungsschema beibehalten, um die Wiedereinstellung und neuerliche Ausbildung von entlassenem Personal zu unterstützen. Dem betroffenen Personal wird natürlich, wo immer möglich, eine andere Beschäftigung bei den dänischen Streitkräften angeboten werden. Insgesamt wird die Transformation der Personalstrukturen Streitkräfte mit mehr militärischem und weniger zivilem Personal ergeben, wodurch der Fokus auf Kapazitäten für internationale Operationen unterstützt wird.

Die Neudefinition der Wehrpflicht

Das gegenwärtige Wehrpflichtschema ist reorganisiert und den Zielen und Bedürfnissen der Gesamtverteidigung statt der alten Mobilmachungsstruktur angepasst worden. Gleichzeitig wird der verpflichtende Wehrdienst die Grundlage für die Rekrutierung entweder länger dienender Vertragsbediensteter oder für eine Karriere als Berufssoldat sein. Wie unser früheres Wehrpflichtsystem wird auch dieses ein starkes Bindeglied zwischen den Teilstreitkräften und der Gesellschaft sein und zur starken Unterstützung der dänischen Streitkräfte durch die Bevölkerung beitragen.

Die Anforderungen der dänischen Streitkräfte bestimmen die Anzahl junger Leute im Militärdienst. Alle jungen Männer müssen zur Stellung und alle jungen Frauen sind zur Teilnahme am "Tag der dänischen Streitkräfte" eingeladen, an dem wir uns selbst vorstellen und die Teilstreitkräfte Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten präsentieren und Informationsmaterial verteilen. Auf der Grundlage dieser Präsentation informieren die Teilnehmer anschließend die dänischen Streitkräfte, ob sie freiwillig Militärdienst leisten wollen oder an einer anderen Form von Beschäftigung interessiert sind. Um den freiwilligen Militärdienst attraktiver zu machen, sind sowohl die Besoldung als auch andere Begünstigungen für Wehrpflichtige über das frühere Niveau hinaus angehoben worden. Mit den Interessierten schließen wir Verträge über eine freiwillige Dienstleistung und bestimmen danach die Diskrepanz zwischen deren Zahl und jener der benötigten Rekruten; dieser Rest wird zum Wehrdienst einberufen. Bevor sie ihren Dienst antreten, werden sowohl Freiwillige als auch Einberufene von einem unabhängigen Arzt untersucht, um die individuelle Eignung für den Militärdienst festzustellen.

Die Rekruten erhalten eine viermonatige Ausbildung mit Fokus auf die Aufgaben der Gesamtverteidigung. Wie schon früher erwähnt, bedeutet dies Ausbildung in Erster Hilfe, der Abwehr nuklearer, biologischer und chemischer Katastrophen, der Feuerbekämpfung, an Handfeuerwaffen und in der Zusammenarbeit in kleinen Einheiten, um ihnen die notwendigen Qualifikationen zur Unterstützung in diesem Kontext zu geben. Nach den vier Monaten Ausbildung werden die Rekruten in einen Pool mit Bereitschaftsstatus transferiert, was bedeutet, dass sie eine Reihe von Monaten für zusätzliche Dienstleistungen einberufen werden können. Die Rekruten können sich auch freiwillig zu einer achtmonatigen Zusatzausbildung melden, mit der sie Teil der Einsatzverbände der dänischen Streitkräfte werden können. Nach erfolgreicher Absolvierung dieser Ausbildung können die Rekruten dann entscheiden, ob sie Berufssoldaten werden oder sich in einen Reservepool für freiwillige Vertragssoldaten mit einem speziellen Stand-by-Vertrag transferieren lassen.

Wenn Berufssoldaten und Freiwillige mit Kontrakt aus dem Dienst ausscheiden, werden sie automatisch als ausgebildetes Personal in einer Datenbank registriert, die von der Gesamtverteidigung im Fall einer schweren nationalen Krise verwendet wird. Der neu definierte verpflichtende Wehrdienst inklusive der Anzahl von Rekruten sowie der Dauer und des Inhalts des Militärdienstes werden Ende 2006 neu bewertet, um entweder das System zu optimieren oder gänzlich zu streichen.

Das Königlich Dänische Heer

Die Fähigkeit des Heeres zum schnellen Einsatz von Kräften, um Krisen an der Entstehung und Eskalation hindern zu können, wird weiter gestärkt. Gleichzeitig wird es, wie ich oben erwähnt habe, möglich sein, dass eingesetzte Kräfte für einen längeren Zeitraum und in größerem Ausmaß als früher durchhalten können.

Die Transformation des Heeres wird zur Aufstellung von zwei Brigaden im Rahmen der Dänischen Division führen, deren Stab und Divisionstruppen ebenso wie eine der beiden Brigaden hauptsächlich aus Berufssoldaten bestehen wird, während die andere Brigade v.a. Soldaten mit einem Reaktionskräftevertrag umfassen wird. Die Brigaden werden so organisiert, dass die flexible Entsendung eines relevanten militärischen Kontingents je nach Aufgabe und Bedingungen der tatsächlichen Operationen möglich wird. Der Einsatz und die Logistik werden fortwährend in Übungen, der Teilnahme in der NRF etc. getestet. Marine und Luftstreitkräfte werden in diesen Prozess als See- und Lufttransport integriert, um einen kurzfristigen Einsatz der militärischen Kräfte zu ermöglichen.

Die Dänische Division, die Brigade und die Divisionstruppen werden den Schnellen Eingreifverbänden des Alliierten Kommandos Europa (ARCC) unterstellt; zusätzlich werden diese Kräftestrukturen weiterhin Teil des Multinationalen Korps Nordost (MNC NE) sein. Weiters wird Dänemark mit einer Stabskompanie, einer Aufklärungseinheit, einer Militärpolizeieinheit und mit Stabspersonal einen Beitrag zu SHIRBRIG leisten; die dafür abgestellten Kräfte werden aus den beiden Brigaden rekrutiert. Es besteht die Absicht, das SHIRBRIG-Konzept weiter zu entwickeln, damit es mit robusteren Einheiten in Operationen zur Friedensschaffung auf Grundlage des Kapitels VII der UNO-Charta herangezogen werden kann.

Das verpflichtende militärische Ausbildungsprogramm zielt in erster Linie auf die Anstrengungen der Gesamtverteidigung in Dänemark ab, wohingegen die Ausbildung von Soldaten für tatsächliche Kampfverbände ein neunmonatiges Trainingsprogramm für Reaktionskräfte erfordert, wie oben beschrieben.

Die Königlich Dänische Marine

Die Spezialfähigkeiten der Marine zur Durchführung von Operationen in Küstennähe wurden bewahrt; zwei neue flexible Unterstützungsschiffe (Flexible Support Vessel, FSV) wurden gebaut. Die Fähigkeit zur Teilnahme in den Standing Naval Forces der NATO wird Priorität erhalten, wodurch die Möglichkeit zur Entsendung relevanter Einheiten, Task Group-Stäben sowie der notwendigen Kommandoplattform besteht. Drei Patrouillenschiffe (Fregatten) mit der Befähigung zu jeglicher Art von Seekriegführung werden innerhalb der Laufzeit des Verteidigungsabkommens beschafft, während vier Standard Flex 300-Schiffe und der U-Boot-Dienst außer Dienst gestellt werden. Die Fähigkeit der Marine, Aufgaben im Inneren inklusive solcher im Nordatlantik sicherzustellen, wurde bewahrt.

Verschiedene nationale und internationale Initiativen betreffend die Verantwortung der Regierung für maritime Sicherheit, die Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung und des Schutzes des Seehandels vor Terrorismus verlangen eine verstärkte Inspektion und Überwachung der zivilen Schifffahrt in dänischen Gewässern, was wiederum einen größeren Ressourcenbedarf impliziert. Um die operative Performanz der Notfallsreaktionen zu verbessern, wurden die Rettungskoordinationszentren der Luftstreitkräfte und der Marine unter dem Admiral der Dänischen Flotte zusammengeführt.

Der Marine-Part am verpflichtenden Wehrdienst wird reorganisiert, sodass Marine-Rekruten im Prinzip das gleiche Ausbildungsprogramm durchmachen wie Heeres-Rekruten, allerdings wird dieses einige Tage auf See inkludieren, wo die Marine die Gelegenheit zur Rekrutierung ihres permanenten Personals erhält.

Die neuen FSV werden in enger Zusammenarbeit zwischen der dänischen Marine und der dänischen Schiffsbauindustrie entworfen und gebaut; sie können für eine Reihe von unterschiedlichen Unterstützungsrollen konfiguriert werden und werden so ausgestattet sein, dass sie überall auf der Welt operieren und die folgenden unterschiedlichen Teilstreitkräfte übergreifenden Aufgaben erfüllen können: - Kommando-Plattform, - Transport von Armee-Einheiten, - logistische Unterstützung für Operationen der Armee und Luftstreitkräfte und - Plattform für Operationen zur Terrorabwehr.

Zusätzlich sind die FSV in der Lage, Feuerunterstützung für Landoperationen zu geben sowie an allen Arten der Seekriegführung teilzunehmen.

Die Stärkung der dänischen Task Group der Marine wird einen optimalen Einsatz der C2-Kapazitäten der FSV und der Patrouillenschiffe ermöglichen. Mit der aus dem ARK-Projekt generierten Verlegbarkeit, basierend auf dem langfristigen Leasing zweier Roll on - Roll off-Schiffe zu Gunsten der NATO oder anderer Länder, wird die Marine auch in Zukunft ein wertvoller Beitrag zu jedweder internationalen Operation sein.

Zusätzlich wird die Zahl von Spezialverbänden (SOF) in der Marine gesteigert, wodurch eine robustere dänische Fähigkeit auf diesem Gebiet entsteht. Die FSV und ihre Hubschrauberkapazitäten werden künftig SOF-Beiträge zu internationalen Operationen unterstützen können.

Die Königlich Dänischen Luftstreitkräfte

Die Organisation der Luftstreitkräfte wird in eine Geschwaderstruktur von drei Geschwadern (Jagd-, Transport- und Hubschraubergeschwader) transformiert. Zusätzlich wird das unterstützende Control and Reporting Wing um eine neue Geschwaderkonstruktion angereichert, den für Kampfunterstützung und unmittelbare Einsatzunterstützung verantwortlichen Expeditionary Combat Support Wing, während die terrestrische Fliegerabwehr außer Dienst gestellt wird. Die Kommandoorganisation der Luftstreitkräfte wird wegen ihrer Transformation und Anpassung an NATO-Forderungen und die ACCS-Strukturen ebenfalls einem Wandel unterzogen. Wie bei anderen Teilen der dänischen Streitkräfte liegt auch hier der Fokus auf der Einrichtung eines echten Luftstreitkräftebeitrags zu internationalen Operationen.

Der Zulauf neuer Transportflugzeuge (Hercules C 130J) und neuer Hubschrauber (EH 101) verbessert die Fähigkeit der Luftstreitkräfte, landbasierte militärische Operationen und humanitäre Anstrengungen zu unterstützen. Die gegenwärtigen Überwachungsflugzeuge (Challenger) verleihen den Luftstreitkräften genügend Kapazitäten für Überwachungsaufgaben im Umweltschutz und die Durchführung anderer Aufgaben im Inneren, inklusive von solchen im Gebiet des Nordatlantik.

Kampfwertgesteigerte F-16 MLU-Flugzeuge stellen eine signifikante Kapazität zur Aufrechterhaltung der nationalen Souveränität und einen relevanten Beitrag zu internationalen Operationen, darunter für die Teilnahme in der NRF, dar. Die Gesamtstruktur der Kampfflugzeuge, inklusive der operativen F-16, ist den Aufgaben, dem Lebenszyklus des Waffensystems sowie der Möglichkeit angepasst, langfristig ein neues Kampfflugzeug in Dienst zu stellen. Der verpflichtende Wehrdienst in den Luftstreitkräften wird so reorganisiert, dass die Rekruten im Prinzip das gleiche Ausbildungsprogramm absolvieren werden wie Armee- und Marine-Rekruten. Schlussendlich finde ich es erwähnenswert, dass Dänemark eine der treibenden Kräfte hinter der Leasing-Lösung für den strategischen Lufttransport der Allianz im Einklang mit den PCC war.

Der Heimatschutz

Der dänische Heimatschutz ist eine Organisation für Leute, die auf einer freiwilligen Basis an der Verteidigung des Landes teilnehmen wollen. Sie machen eine Ausbildung, um militärische Aufgaben zur Unterstützung der Armee, der Marine und der Luftstreitkräfte erledigen zu können.

Die Transformation der dänischen Streitkräfte erlaubt es dem Heimatschutz, seine Anstrengungen auf Aktivitäten der Gesamtverteidigung zu konzentrieren. Seine Aktivitäten zu Friedenszeiten bestehen hauptsächlich in der Hilfeleistung im Fall von nationalen Naturkatastrophen, bei Such- und Rettungsaktionen sowie für die Polizei. Im Einsatz ist der Heimatschutz der Marine weiterhin Teil der operativen Strukturen der Marine, beteiligt sich an nationalen maritimen Aufgaben inklusive Seeüberwachung und leistet sowohl der Zollwache als auch der Polizei Hilfe; daneben kommt er noch bei maritimen Umweltschutzanstrengungen sowie bei Such- und Rettungsaktionen zum Einsatz.

Die allgemeine Struktur des Heimatschutzes zerfällt in eine aktive und eine passive Struktur. Mitglieder der aktiven Struktur des Heimatschutzes müssen in den ersten drei Jahren ihres Dienstes eine 250-300-stündige verpflichtende Ausbildung absolvieren, inklusive einer 100-stündigen Grundausbildung, damit sie Waffen tragen dürfen. Um Teil der aktiven Struktur zu bleiben, muss ein Mitglied pro Jahr ein Minimum von 24 Stunden operativ relevante Dienste leisten; dazu kommt noch eine jährliche Schießübung und -ausbildung für das bewaffnete Personal. Die aktive Struktur besteht aus Personal mit einer entsprechenden Ausbildung, die jährlich evaluiert wird.

Die aktiven Mitglieder des Heimatschutzes sind - abhängig vom Niveau ihrer Aktivitäten - Teil der Reaktionskräfte des Heimatschutzes, der seegestützten Einheiten des Marine-Heimatschutzes oder anderer Einheiten im Heimatschutz, der 3.000 Mann starke Kräfte stellt, die analog der Ausbildung in der Gesamtverteidigung für Rekruten der Streitkräfte ausgebildet werden. Der Heimatschutz zielt auf Gesamtverteidigungsaufgaben und gemeinsame Beiträge in Verbindung mit dem Personal der Krisenmanagementbehörde und den Kräften der Gesamtverteidigung. Der Heimatschutz schafft eine Kommandostruktur in den neuen Regionen der Gesamtverteidigung, zu der die anderen Teile der Streitkräfte 800-1.200 Reserveoffiziere und -unteroffiziere abstellen, die das Personal und Formationen des Heimatschutzes und der Gesamtverteidigungskräfte kommandieren können. Die passive Struktur des Heimatschutzes besteht aus den übrigen Mitgliedern, die weder Ausrüstung noch Waffen erhalten.

Die Überprüfungsklausel für das Verteidigungsabkommen

Obwohl das Verteidigungsabkommen unterzeichnet und seine Umsetzung begonnen worden ist, werden die dänischen Streitkräfte nicht aufhören, neue Gegebenheiten zu erforschen und sich neuen Herausforderungen anzupassen. Das Endziel in fünf Jahren wird sich massiv von dem unterscheiden, was wir heute ins Auge gefasst haben. Die Umsetzungs- und Entwicklungsprozesse in den Streitkräften sind viel dynamischer und wandelbarer, als wir sie bisher gekannt haben. Dies findet seinen klaren Niederschlag in der langen Reihe von Fragen, die gemäß der Überprüfungsklausel im neuen Verteidigungsabkommen während seiner Laufzeit revidiert werden sollen, so z.B. das neue Wehrpflichtschema, die weitere Integration des Heimatschutzes in die Verteidigungsstrukturen etc.

Zusätzlich wird die Revision einen jährlichen Rückblick auf Implementierungsgeschwindigkeit und -erfolg enthalten, damit sichergestellt wird, dass die Annahmen und analytischen Vorbedingungen für die Aufgaben der Streitkräfte und der Absichten des Verteidigungsabkommens noch gültig sind, wodurch sichergestellt wird, dass die dänischen Streitkräfte laufend optimiert und damit relevant bleiben. Die bei diesen Rückblicken in Betracht gezogenen Faktoren sind die externen Trends im Sicherheitsumfeld, wie ich sie oben beschrieben habe, oder können auch Themen von Unzweckmäßigkeit nach der Umsetzung sein, wie z.B. Zeitrahmen, Ressourcen oder organisatorische Änderungen.

Am wichtigsten ist, dass uns ein jährliches Update/jährlicher Rückblick (siehe blaue Linie in der Grafik) die Gelegenheit gibt, Geschwindigkeit und Richtung der Implementierung reibungslos anzupassen, um uns dadurch vor drastischen Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt (schwarze Linie) zu schützen. Die gelben Bereiche in der Grafik sind das Niveau der Irrelevanz, die wir nun zu vermeiden in der Lage sind.

Schlussbetrachtung

Transformation ist schwierig, aber notwendig, wenn die Streitkräfte unserer Staaten oder Allianzen Aufgaben der Zukunft als moderne und relevante militärische Instrumente erfüllen sollen. Das neue dänische Verteidigungsabkommen und die darin enthaltene Transformation der Streitkräfte werden sich als herausfordernde Aufgabe herausstellen, allerdings als eine, die wir gerne auf uns nehmen, um Relevanz zu bewahren. Transformation ist kein einzelner erreichbarer Zustand, noch ist sie mit normaler Entwicklung vergleichbar. Transformation ist ein iterativer Prozess einer fortgesetzten Serie fundamentaler Veränderungen, von denen jede zu einem neuen Zustand führt. Transformation verlangt dem dänischen Verteidigungsmanagement das Beste ab, damit bei allen Involvierten die richtige Einstellung und die richtige Auffassung geschaffen wird - nicht nur beim Personal, sondern auch bei den Politikern und der dänischen Öffentlichkeit.

Wir werden Veränderungen als Ergebnis sowohl der jährlichen Rückblicke als auch künftiger Verteidigungsabkommen sehen. Dies ist keine Drohung, sondern die Anerkennung der Tatsache, dass sich die Welt rund um uns wandelt wie auch die an uns gestellten Anforderungen, sei es als Individuen, als Soldaten, als nationale Militärs und als Koalitionen.

Mao Tse Tung sagte einmal, dass einige dazu tendieren, Schutzräume zu bauen, wenn die Winde der Veränderung wehen, andere aber Windmühlen. Ich bin stolz sagen zu können, dass Dänemark eine Nation mit zahlreichen Windmühlen ist.

Hans Jesper Helsø

Geb. 1948 in Kopenhagen; verheiratet, vier Kinder; 1968 Eintritt in die dänischen Streitkräfte, 1970 Leutnant; 1974-1978 Feuerleitoffizier, Batteriekommandant bei der Königlichen Artillerie; 1979 Auslandseinsatz UNFICYP; 1979-1982 Stabsoffizier Logistik; 1983-1987 Stabsoffizier Beschaffung; 1987-1990 Stabsoffizier im Verteidigungsministerium, 1990-1992 Bataillonskommandant bei der Königlichen Artillerie; 1992-1994 stellvertretender Stabschef im Armeekommando, 1994-1996 Kommandant der Königlichen Artillerie; 1995 Kommandant der Zone Bihac bei UNPROFOR, 1996-1998 Kommandant der 1. Seeland Brigade, 1998-2000 Kommandant des Armeekommandos, 2000-2002 stellvertretender Generalstabschef; seit 2002 General und Generalstabschef.



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Der milit√§rische Teil des zum Verteidigungsabkommen f√ľhrende Teil.
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Der milit√§rische Teil des zum Verteidigungsabkommen f√ľhrende Teil.

Der Einsatz dänischer Soldaten in internationalen Missionen.
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Der Einsatz dänischer Soldaten in internationalen Missionen.

Pro-Kopf-Verteidigungsausgaben 2003.
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Pro-Kopf-Verteidigungsausgaben 2003.

Geplante Reorganisation der dänischen Streitkräfte.
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Geplante Reorganisation der dänischen Streitkräfte.

Geplante Personalreform f. d. Zeitraum 2005-2009.
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Geplante Personalreform f. d. Zeitraum 2005-2009.

√úberblick √ľber gr√∂√üere Beschaffungsprojekte 2005-2009.
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√úberblick √ľber gr√∂√üere Beschaffungsprojekte 2005-2009.

Vom Rekruten zum Berufssoldaten.
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Vom Rekruten zum Berufssoldaten.

√úberpr√ľfungsklausel.
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