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Feldküche: Reisfleisch für 400 Soldaten

28. März 2017 - 

Sie sind längst auf den Beinen, wenn der Rest der Truppe noch schläft: Um vier Uhr morgens beginnen die Soldaten der Feldküchengruppe mit ihrer Arbeit, damit frische Semmeln, Aufstriche, Wurst und Käse sowie heißer Kaffee zum Frühstück bereit stehen.

Arbeit am Truppenübungsplatz

Dass alles nach Plan läuft, dafür ist Stabswachtmeister Gerald Petschenik verantwortlich. Der Feldkoch-Unteroffizier der Militärakademie arbeitet für die zweiwöchige "Gemeinsame Gefechts- und Schießausbildung" mit seiner Mannschaft am Truppenübungsplatz Allentsteig. In den dortigen Feldküchenboxen sorgt er gemeinsam mit zwei weiteren Unteroffizieren und 13 Grundwehrdienern für die Verpflegung der übenden Soldaten. In diesem Fall sind es Kaderanwärter, Fähnriche und Ausbildungspersonal.

Reisfleisch

"Für 400 Personen zu kochen ist genau so wie für drei Personen. Man muss nur in größeren Dimensionen denken", erklärt Petschenik, während er das Gulaschfleisch mit einem überdimensionierten Kochlöffel umrührt. In Zahlen bedeutet das: 40 Kilo Reis im Trockenzustand und 50 Kilo Schweinefleisch sind die Zutaten des heutigen Abendessens - es gibt Reisfleisch.

"Eintöpfe wie Gulasch, Reisfleisch oder Linsen eignen sich als Verpflegung für Übungen am besten", ergänzt der 48-Jährige. Denn nach dem Kochen hat das Essen noch eine weite Reise vor sich, da es zu den hungrigen Soldaten im Felde gelangen muss. Damit auch der Schütze in der entlegensten Stellung ein warmes Abendessen genießen kann, fungieren die Wirtschaftsunteroffiziere der einzelnen Kompanien als Bindeglied zwischen Küche und kämpfender Truppe. Sie transportieren die in Thermokisten abgefüllten, frischen Speisen in den Übungsraum.

Aus der Region

Ein gewaltiger Aufwand. Daher gibt es der Einfachheit halber meist Brot, Aufstriche, Obst, harte Würstel und Käse - im Bundesheer-Jargon "Kaltverpflegung" genannt. Die Lebensmittel kauft Petschenik gemeinsam mit dem Wirtschaftsunteroffizier regional ein. So liefert heute der Bäcker aus Allentsteig die Frühstückssemmeln.

Die ersten Vorbereitungen für das Abendessen haben schon am Vormittag begonnen. Um 13 Uhr gibt Petschenik das Kommando zum Kochen. Fleisch schneiden und anbraten, Reis kochen, Salat samt Marinade zubereiten. "Zwiebelschneiden ist einer der unbeliebtesten Jobs", berichtet der Unteroffizier. Doch bei 13 Grundwehrdienern in der Gruppe kann er diese Aufgabe rotieren lassen. Damit jeder weiß, was er in den insgesamt vier Feldküchenboxen zu tun hat, startet Petschenik den Tag wie in den meisten militärischen Einheiten: mit einer Befehlsausgabe.

Eine ganz besondere Aufgabe jedoch delegiert er niemals: Das Abschmecken. "Der Koch ist in letzter Instanz dafür verantwortlich, dass das Essen gut schmeckt", betont Petschenik, der seit 21 Jahren im Bundesheer kocht.

Rund zwei Stunden dauert die Zubereitung des Abendessens. Nachdem die Wirtschaftsunteroffiziere das Essen für die einzelnen Kompanien auf ihre Lastwagen verladen haben, ist für die Feldküchengruppe die Arbeit getan. Bis um vier Uhr des nächsten Morgens, wenn die Frühschicht wieder frischen Kaffee aufsetzt. 

Stabswachtmeister Gerald Petschenik... (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Stabswachtmeister Gerald Petschenik...

...und sein Team bereiten eine Mahlzeit vor. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

...und sein Team bereiten eine Mahlzeit vor.

Petschenik ist dafür verantwortlich, dass das Essen gut schmeckt. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Petschenik ist dafür verantwortlich, dass das Essen gut schmeckt.

Das Küchenteam der Militärakademie. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Das Küchenteam der Militärakademie.

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