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Herr über vier Leoparden

30. März 2017 - 

Noch 24 Stunden, dann wird sein Panzerzug über das Gefechtsfeld donnern und im scharfen Schuss mehr als einen Kilometer weit feuern. Bis dahin hat Fähnrich Patric Höfer jedoch noch alle Hände voll zu tun. Gerade kontrolliert der Zugskommandant mit konzentriertem Blick die Ketten seines Kampfpanzers "Leopard" 2A4.

22 Panzer im Gefecht

Am Panzerabstellplatz herrscht an diesem nasskalten Morgen reges Treiben, denn Höfers Soldaten bereiten sich und ihre vier "Leoparden" auf das Scharfschießen im Rahmen der "Gemeinsamen Gefechts- und Schießausbildung" am Truppenübungsplatz Allentsteig vor.

Für den Fähnrich im dritten Jahrgang der Militärakademie ist das Schießen eine spannende und gleichzeitig herausfordernde Aufgabe. Denn am Gefechtsfeld werden knapp 100 Fahrzeuge, darunter 22 Panzer, gleichzeitig schießen. Hinzu kommen noch zwölf Flugzeuge sowie Bodentruppen.

Sicherheit

"Dabei ist es enorm wichtig, dass wir die notwendigen Sicherheitsabstände strikt einhalten und sich keiner in den Gefahrenbereich eines anderen Panzers begibt", klärt Höfer über die Schwierigkeit dieses Schießvorhabens auf.

"Als Zugskommandant muss ich nicht nur den Ablauf des Scharfschießens genau kennen, sondern ständig meinen Zug im Blick haben und die Gefechtsform einhalten." Damit dann im scharfen Schuss alles klappt, gibt es mehrere Probedurchgänge.

Jetzt wird es ernst

Der angehende Berufsoffizier befindet sich gerade in der letzten Phase seiner Ausbildung zum Kompaniekommandanten. Nach sieben Wochen Training am Simulator und fünf Wochen am Panzer führt er nun seit drei Wochen seinen Kampfpanzerzug.

Die "GGSA 2017" stellt für ihn den Höhepunkt der Ausbildung dar. "Der Leopard ist für mich ein imposantes Fahrzeug", schwärmt Höfer. Und das hört man, wenn der 1.500 PS starke Motor startet. Nächster Halt ist die Tankstelle, um den mehr als tausend Liter fassenden Tank zu füllen.

Nach dem "Herstellen der Gefechtsbereitschaft", wie die Vorbereitungen genannt werden, geht es quer über den Truppenübungsplatz. "Wir werden nun den vom Kompaniekommandanten befohlenen Bereich beziehen", berichtet Höfer und meint damit die Fahrt zum Startpunkt der dann folgenden Übung. Seinem insgesamt 16 Personen starken Zug steht ein abwechslungsreicher Tag bevor.

Viele Möglichkeiten als Offizier

Schon jetzt freut sich Höfer auf seinen künftigen Job als Berufsoffizier. "Das Tätigkeitsfeld als Offizier ist sehr groß. Man beginnt als Zugskommandant und steigt später zum Kompaniekommandanten auf. Danach kann man entweder bei der Truppe bleiben oder sich in Richtung Lehre und Forschung weiterentwickeln." Die Ausbildung der angehenden Offiziere erfolgt an der Theresianischen Militärakademie mit dem 3-jährigen Bachelorstudium "Militärische Führung".

Fähnrich Patric Höfer vor seinem Kampfpanzer. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Fähnrich Patric Höfer vor seinem Kampfpanzer.

Der angehende Offizier im Inneren des Panzers. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der angehende Offizier im Inneren des Panzers.

Ein "Leopard" an der Tankstelle. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Ein "Leopard" an der Tankstelle.

Höfer kurz vor der Abfahrt. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Höfer kurz vor der Abfahrt.

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