Österreichisches Bundesheer gedenkt den Opfern der Annexion Österreichs 1938
Wien, 12. März 2026 - Mit dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im März 1938 begann eine Zeit, die unermessliches Leid, Not und Elend für die Bevölkerung mit sich brachte. Der Einmarsch der Deutschen Wehrmacht am 12. März 1938 markierte den Beginn eines der dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte.
Gedenken statt Vergessen
Um der Schrecken und der Opfer dieser Zeit zu gedenken, legten heute Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gemeinsam mit dem Generalstabschef, General Rudolf Striedinger, sowie dem Militärkommandanten von Wien, Brigadier Kurt Wagner, einen Kranz im Weiheraum des Äußeren Burgtores am Wiener Heldenplatz nieder. Das Bundesheer erinnert mit dieser Gedenkveranstaltung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und setzt ein Zeichen gegen das Vergessen. Die Gedenkveranstaltung wurde traditionell durch eine Ehrenformation der Garde sowie der Gardemusik begleitet.
Ein klares Bekenntnis zu Frieden, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit
Mit dieser Kranzniederlegung symbolisiert Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, dass gerade in Zeiten, in denen Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind, man sich bewusst machen sollte, wohin Extremismus und Diktatur führen können. Das Bundesheer steht für den Schutz der demokratischen Werte und für ein klares Bekenntnis zu Frieden, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.
Annexion 1938
Mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht am 12. März 1938 erfolgte der „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich. Damit hörte Österreich auf, als selbstständiger Staat zu existieren. Die darauffolgende Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft brachte großes Leid, Verfolgung und Gewalt über das Land. Die Herrschaft des Nationalsozialismus währte bis zur Befreiung durch die Alliierten und dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945.
Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Wien