Bundesheer: Budget im Vergleich zu 2020 mehr als verdoppelt
Wien, 11. Juni 2026 - Heute präsentierten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Generalstabschef General Rudolf Striedinger und der stellvertretende Leiter der Budgetabteilung, Oberst Daniel Moser, den Budgetpfad des Bundesheeres. Das Doppelbudget 2027/2028 sieht eine weitere Steigerung der Verteidigungsausgaben vor. Das Budget für das Jahr 2027 steigt auf 5,30 Milliarden Euro und das Budget 2028 weiter auf 5,43 Milliarden Euro. Damit hat sich das Verteidigungsbudget seit dem Amtsantritt von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mehr als verdoppelt.
Investitionen in Sicherheit und Landesverteidigung
„Das Doppelbudget 2027/2028 ist ein starkes Bekenntnis zur Landesverteidigung und zum Schutz Österreichs. Die geopolitische Lage hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert und erfordert entschlossenes Handeln. Mit diesem Budget schaffen wir die Grundlage dafür, dass das Bundesheer seine Aufgaben erfüllen und die Sicherheit sowie Souveränität unseres Landes auch in Zukunft gewährleisten kann“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
„Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheit ist es wichtig, gezielt in unsere Sicherheitsstrukturen zu investieren. Mit dem Doppelbudget setzen wir den Aufbauplan für das Bundesheer konsequent fort und stärken damit die Sicherheit unseres Landes und den Standort insgesamt. Denn ein sicheres Österreich ist die Grundlage für wirtschaftliche Stabilität, Investitionen und langfristigen Wohlstand“, so Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.
Schwerpunkte des Doppelbudgets
Zu den zentralen Vorhaben des Doppelbudgets zählt die Absicherung des österreichischen Beitrags zur europäischen Luftverteidigungsinitiative Sky Shield. So sind etwa für den Ankauf von Mittelstreckenraketen bis 2031 insgesamt 500 Millionen Euro vorgesehen. Darüber hinaus wird die Beschaffung der Leonardo-Jets mit einem Finanzierungsvolumen von 850 Millionen Euro bis 2031 in das Regelbudget aufgenommen.
Über die weitere Stärkung der österreichischen Luftraumüberwachung und Luftverteidigung besteht eine grundsätzliche Einigung. Die konkreten Bedarfe sollen bis Jahresende definiert werden.
Sicherheitslage erfordert weiteren Ausbau der Verteidigungsfähigkeit
Die Sicherheitslage in Europa hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Nahezu alle europäischen Staaten erhöhen ihr Budget für die Landesverteidigung, um auf neue Bedrohungen reagieren zu können. Mit den nunmehrigen Verteidigungsbudgets setzt Österreich den in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg des Aufbaus fort. Neben Investitionen in Ausrüstung und Infrastruktur soll auch die Resilienz und Wehrhaftigkeit der Gesellschaft gestärkt werden.
Die Umfassende Landesverteidigung, die neben der militärischen Landesverteidigung auch die geistige, wirtschaftliche, zivile Landesverteidigung umfasst, bildet dafür nach wie vor die Grundlage und ist heute aktueller denn je.