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70 Jahre Bundesheer: Ein Jubiläumsjahr mit großer Reichweite

Wien, 05. November 2026  - Von der Leistungsschau am Nationalfeiertag über das Militärmusikfestival bis zu erfolgreichen Social-Media-Kampagnen: Das Bundesheer nutzte sein 70-jähriges Bestehen, um seine Aufgaben, Leistungen und Karrieremöglichkeiten einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Der Leistungsbericht Kommunikation 2025 zeigt die Höhepunkte eines ereignisreichen Jahres - und eine beachtliche Bilanz.

Rund 129 Millionen Impressionen auf Facebook, 32 Millionen auf Instagram, 7,9 Millionen YouTube-Aufrufe und mehr als 8,6 Millionen Seitenansichten auf den wichtigsten Websites: Die Kommunikation des Bundesheeres erreichte 2025 ein Millionenpublikum. Dazu kamen rund 300 Veranstaltungen, zahlreiche Medienkooperationen und Tausende persönliche Gespräche mit jungen Menschen.

Im Mittelpunkt stand das 70-jährige Bestehen des Österreichischen Bundesheeres. Das Jubiläum bot Gelegenheit, auf sieben Jahrzehnte zurückzublicken, vor allem aber den Blick nach vorne zu richten: auf die Modernisierung des Heeres, neue berufliche Perspektiven und die Bedeutung einer glaubwürdigen Landesverteidigung.

Nationalfeiertag als Höhepunkt des Jubiläumsjahres

Der Nationalfeiertag am 26. Oktober bildete den Höhepunkt des Jubiläumsjahres. Bei der Leistungsschau am Heldenplatz, vor dem Burgtheater, auf der Freyung und Am Hof konnten Besucher das Bundesheer aus nächster Nähe erleben.

Militärisches Gerät, persönliche Begegnungen mit Soldaten, die Angelobung und die Defilierung sorgten für großes Interesse. Besonders der Überflug blieb vielen Besuchern in Erinnerung. Die Rückmeldungen zeigten eine überwiegend positive, vielfach emotionale Resonanz.

Auch medial war der Nationalfeiertag ein Erfolg: Mit einer eigenen TV-Produktion, einem Livestream und einer abgestimmten Kommunikation über zahlreiche Kanäle erreichte das Bundesheer rund 130 Millionen Medienkontakte. Der errechnete Werbegegenwert betrug 4,1 Millionen Euro.

Neue Wege ging das Heer mit einem interaktiven digitalen Erlebnis, das besonders junge Menschen ansprechen sollte. Dieses Format wurde beim Austrian Event Award 2025 mit dem Sonderpreis für digitale Events, Messen und Kongresse ausgezeichnet.

Karriere beim Heer: Frauen, Maturanten und Militärpolizei im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt galt der Personalgewinnung. Drei Informationsoffensiven stellten unterschiedliche Möglichkeiten einer Laufbahn beim Bundesheer vor.

Die Informationsoffensive „Soldatin“ zeigte im März und April, wie vielfältig die Aufgaben von Frauen beim Heer sind - vom Hubschraubercockpit über die Führung von Einheiten bis zum Einsatz im Panzer. Sie erzielte 8,41 Millionen Online-Impressionen und rund 1,34 Millionen Print-Nettokontakte. Beim Girls’ Day 2025 informierten sich zudem rund 2.000 junge Frauen persönlich über ihre beruflichen Möglichkeiten.

Mit der Offensive „Einjährig Freiwillig“ wandte sich das Bundesheer an junge Menschen nach der Matura. Unter dem Motto „Vom Follower zum Leader“ standen persönliche Entwicklung, Verantwortung und Führung im Mittelpunkt. Der Grundwehrdienst „Einjährig Freiwillig“ wurde aufgrund der großen Nachfrage im September 2025 wieder eingeführt.

Im November und Dezember folgte eine Informationsoffensive für die Militärpolizei. Sie stellte deren vielfältige Aufgaben im In- und Ausland vor - von der Überwachung von Truppenbewegungen über Ermittlungen bis zum Schutz von Personen und Einrichtungen. Die erste Welle erreichte 8,99 Millionen Online-Impressionen und 3,7 Millionen Print-Nettokontakte.

Musik, Sport und persönliche Begegnungen

Wie das Bundesheer Menschen auch außerhalb des militärischen Alltags erreicht, zeigten zwei große Veranstaltungen.

Das Militärmusikfestival gastierte am 7. und 8. Mai erstmals in der Salzburgarena. Bekannte Hits, aufwendige Lichtshows und Spezialeffekte trafen auf eine filmische Zeitreise durch 70 Jahre Bundesheer. Das modernisierte Programm begeisterte das Publikum und erzielte 1,9 Millionen Social-Media-Impressionen sowie rund 200.000 Interaktionen. Die ORF-Reichweite lag bei 1,2 Millionen Menschen. Wie in den Vorjahren kamen alle Spenden der Aktion LICHT INS DUNKEL zugute.

Beim Donauinselfest im Juni stand die Bewegung im Mittelpunkt. Auf der Sicherheitsinsel präsentierte das Heer militärisches Gerät, auf der Action & Activityinsel luden Soldaten und Heeressportler zum Mitmachen ein. Rund 19.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene stellten sich den Herausforderungen an elf Sportstationen.

Die Rückmeldungen fielen positiv aus: 92 Prozent der befragten Besucher würden die Veranstaltung weiterempfehlen. 79 Prozent gaben an, dass sich ihr Gesamteindruck vom Bundesheer verbessert habe.

Das Bundesheer auf neuen Bühnen

Auch Kooperationen mit Medien und Sportorganisationen eröffneten neue Möglichkeiten, das Heer einem breiten Publikum vorzustellen.

Gemeinsam mit der ProSiebenSat.1 Media-Gruppe entstand die vierteilige Produktion „Soldaten im Einsatz“. Die jeweils 48 Minuten langen Episoden gewährten auf PULS 4 und JOYN Einblicke in den militärischen Alltag. Die Resonanz war so groß, dass bereits eine Fortsetzung geplant wurde.

Bei drei internationalen Spielen der Vienna Vikings wurde die Verbindung von Spitzensport und Bundesheer sichtbar. Die Footballspieler traten in Outfits mit dem neuen Fleckentarnmuster auf. Rund 10.000 Zuschauer pro Spiel erlebten die Kooperation unmittelbar im Stadion.

Einen besonderen Auftritt gab es bei der KURIER ROMY 2025: Jäger, Pioniere, Militärpolizei und Luftunterstützung transportierten die ROMY-Trophäen von Wien nach Kitzbühel. Ein eigens produzierter Film zeigte den Transport und wurde im Rahmen der ORF-Liveübertragung präsentiert. Die Veranstaltung erreichte 438.000 Fernsehzuschauer.

Millionen Menschen über digitale Kanäle erreicht

Social Media blieb 2025 ein wesentlicher Bestandteil der Bundesheer-Kommunikation. Auf Facebook wurden 2.595 Beiträge veröffentlicht, auf Instagram waren es 498.

Die Bilanz: rund 129 Millionen Facebook-Impressionen, 32 Millionen Instagram-Impressionen und 7,9 Millionen YouTube-Aufrufe. Ende des Jahres zählte der Facebook-Auftritt 167.861 Follower, Instagram kam auf 143.857 und YouTube auf rund 22.912 Abonnenten.

Im Vergleich mit den Streitkräften von 19 weiteren europäischen Staaten belegte Österreich bei der im Bericht ausgewiesenen Social-Media-Kennzahl den ersten Platz. Jeder 51. Einwohner Österreichs abonnierte mindestens einen Bundesheer-Kanal.

Auch die Websites verzeichneten eine starke Nutzung. Allein bundesheer.at erreichte 3,93 Millionen Seitenansichten, bmlv.gv.at weitere 2,57 Millionen und karriere.bundesheer.at rund 2,1 Millionen. Dazu kamen 328.000 Seitenaufrufe auf truppendienst.com.

Das Informationsangebot reicht von aktuellen Meldungen und sicherheitspolitischen Themen über den Aufbauplan 2032+ bis zu Karrierewegen und praktischen Informationen zum Wehrdienst.

„HEERgehört“: Bundesheer zum Anhören

Mit dem Podcast „HEERgehört“ etablierte das Bundesheer 2025 ein weiteres Informationsangebot. In 23 Folgen wurden Themen rund um das Heer und die Sicherheitspolitik aufgegriffen.

Der Podcast wurde im ersten Jahr rund 53.000-mal aufgerufen und insgesamt etwa 7.000 Stunden gehört. Durchschnittlich erreichte er rund 2.000 Hörer pro Folge - mit steigender Tendenz.

Auch klassische Printmedien blieben Teil der Kommunikation. Sechs spezialisierte Publikationen deckten unterschiedliche Interessen ab: von der Information für Soldaten und Milizangehörige über Truppenzeitungen bis zu militärischen Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Beiträgen.

Informationsoffiziere bringen Sicherheitspolitik in die Schulen

Ein wichtiger Teil der Informationsarbeit fand auch 2025 im direkten Gespräch statt. Insgesamt wurden 4.354 Einsätze von Informationsoffizieren an Schulen verzeichnet.

Die speziell ausgebildeten Offiziere vermitteln Grundlagen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik und beantworten Fragen von Schülern und Lehrkräften. Das Angebot wird an die jeweilige Schulform und den Informationsbedarf angepasst.

667 ausgebildete und bestellte Informationsoffiziere sowie 140 externe Kräfte standen dafür zur Verfügung. Ergänzt wurde das Angebot durch Informationsstände auf Bildungsmessen, die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und das Kinderbuch „Mit Adleraugen auf dem Heldenplatz“, das in einer Auflage von 10.000 Exemplaren erschien.

Pressearbeit und Meinungsforschung als Grundlage

Neben Veranstaltungen und Informationsoffensiven gehörte die laufende Information der Medien zu den zentralen Aufgaben.

Die Presseabteilung des Bundesheeres war rund um die Uhr erreichbar. Im Jahr 2025 wurden unter anderem 20 Pressekonferenzen organisiert, 80 Interviews begleitet und 70 Auftritte von Experten zur geopolitischen Lage in Fernsehen und Radio verzeichnet. Hinzu kamen rund 30.690 Telefonate und 14.800 E-Mails.

Eine Befragung ergab, dass 90 Prozent der Journalisten mit der Pressearbeit des Bundesheeres zufrieden waren. Besonders geschätzt wurden rasche Rückmeldungen, Zuverlässigkeit und fachkundige Auskünfte.

Wichtige Erkenntnisse lieferte auch die Markt- und Meinungsforschung. In elf Studien wurden insgesamt 14.886 Personen befragt. So bewerteten 72 Prozent der befragten Grundwehrdiener ihre Ausbildung als sinnvoll. 80 Prozent hielten ihre Entscheidung, Präsenzdienst zu leisten, für richtig.

Die Ergebnisse dienen dazu, Erwartungen und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Arbeit des Bundesheeres gezielt weiterzuentwickeln.

70 Jahre Bundesheer - der Blick geht nach vorne

Mit einer abschließenden Informationsoffensive unter dem Titel „70 Jahre Bundesheer“ rückte das Heer im November seine Zukunft in den Mittelpunkt. Die „Mission Vorwärts“ und der Aufbauplan 2032+ stehen für die strukturierte Modernisierung der Streitkräfte und die Stärkung ihrer Verteidigungsfähigkeit. Die Informationsoffensive erzielte 2,85 Millionen Online-Impressionen.

Der Leistungsbericht Kommunikation 2025 zeigt damit mehr als die Reichweite einzelner Informationsoffensiven. Er dokumentiert, wie das Bundesheer Menschen über unterschiedliche Kanäle erreicht: persönlich bei Veranstaltungen und in Schulen, über Fernsehen und Radio, in gedruckten Medien und zunehmend auch digital.

Das Jubiläumsjahr war zugleich Rückblick und Aufbruch. Nach 70 Jahren steht das Bundesheer vor neuen Herausforderungen - und vor der Aufgabe, seine Leistungen, seine Weiterentwicklung und die Bedeutung der Landesverteidigung weiterhin verständlich und glaubwürdig zu vermitteln.

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