Heereskraftfahrer: Eine verantwortungsvolle Aufgabe
Bludesch, 27. Mai 2021 - Ob Grundwehrdiener, Kadersoldaten oder zivile Bedienstete: Das Bundesheer bildet seine Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer selbst aus. So auch in Vorarlberg, wo derzeit rund 30 Fahrschüler, mehrheitlich Grundwehrdiener, ihren Führerschein absolvieren. Fünf Wochen dauert die Ausbildung in der Walgau-Kaserne. Die Lenkerberechtigung gilt später auch im zivilen Bereich.
Besondere Verantwortung
Das Ziel ist klar: Die Ausbildung an den Heeresfahrschulen soll ein Höchstmaß an Sicherheit für die zukünftigen Fahrer und deren "Fahrgäste" schaffen und die Lenker für jede Art von Einsätzen vorbereiten. Ausgebildet wird an den im Bundesheer gängigen Lastkraftwagen. Neben dem Gütertransport kommt den Kraftfahrern besonders hohe Verantwortung beim Transport von Personen zu. Bis zu 18 Personen können transportiert werden.
Intensive Schulung
Neben den Regeln für den zivilen Straßenverkehr werden beim Heer auch besondere Kenntnisse für den militärischen Einsatz vermittelt. Zudem sollen sich die Fahrer technisch gut am Fahrzeug auskennen, denn in Folge werden sie auch dafür verantwortlich sein, dass die Fahrzeuge für den Betrieb vor- und nachbereitet werden. Kleinere Pannen können sie dann selbst beheben.
Die Ausbildung umfasst:
- Bestimmungen des Heereskraftfahrdienstes sowie spezifische Bestimmungen der Führerscheinklasse "C",
- Fahren mit dem LKW auf öffentlichen Straßen sowie Übungen im verkehrsfreien Raum,
- Gerätelehre,
- Fahren im Gelände.
Schwerpunkt ist die Praxis
Wie an zivilen Fahrschulen bereiten sich die zukünftigen Heereskraftfahrer nach theoretischen Unterrichten auch an Computern auf die theoretische Führerscheinprüfung vor. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt jedoch im praktischen Teil. Besondere Herausforderungen stellt dabei das Fahren im Gelände. Sicher voranzukommen, verlangt etwas Mut und Geschick und ein Gefühl für die Leistungsfähigkeit des Fahrzeuges.
Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Vorarlberg
Fotos zu diesem Artikel

Mit einem hohen Schwerpunkt kann ein Fahrzeug im Gelände leicht kippen. Die Fahrer entwickeln ein gutes Gefühl, damit dies nicht passiert.