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Personalausschreibung: Ausschreibung der Leitungsfunktion der Gruppe Direktion Verteidigungspolitik und internationale Beziehungen im Bundesministerium für Landesverteidigung

Bewerbungsfrist: 08. Februar 2023 - bereits abgelaufen !

Im Zuge der Reorganisation des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV) einschließlich nachgeordneter Dienststellen und Kommanden ist beabsichtigt, mehrere Organisationselemente neu zu schaffen. Gemäß § 2 Abs 1 Z 2 des Ausschreibungsgesetzes 1989 - AusG, BGBl Nr 85 idgF, wird die Leitungsfunktion der Gruppe Direktion Verteidigungspolitik und internationale Beziehungen (GrpDionVPol&IB) im Bundesministerium für Landesverteidigung öffentlich ausgeschrieben (Arbeitsplatzwertigkeit M BO 1/7).

Der Monatsbezug (M BO 1/7) beträgt mindestens € 9.646,80 brutto. Der angeführte Mindestbezug erhöht sich eventuell auf Basis der gesetzlichen Vorschriften durch anrechenbare Vordienstzeiten sowie sonstige mit den Besonderheiten des Arbeitsplatzes verbundene Entlohnungsbestandteile.

Mit dieser Funktion sind insbesondere folgende Aufgaben verbunden:
- Leitung der Gruppe
- Wahrnehmung der Vertretung der Gruppe sowohl innerhalb des Ressorts als auch außerhalb im Rahmen der Verhandlungsführung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit im übertragenen Fach-/Verantwortungsbereich
- Sicherstellung der Beratung aller Dienststellen des BMLV in Angelegenheiten der Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie Geopolitik

Die ausgeschriebene Funktion setzt ein Verhältnis besonderer Verbundenheit zu Österreich voraus, die nur von Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft erwartet werden kann, sodass diese Funktion nur Bewerbern mit österreichischer Staatsbürgerschaft offen steht.

Die Betrauung eines Bewerbers mit dieser Funktion setzt neben der Erfüllung der allgemeinen Ernennungserfordernisse im Sinne des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979 – BDG 1979, BGBl Nr 333 idgF, die Erfüllung folgender weiterer Erfordernisse voraus:
1. Das Bestehen eines öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses in der Verwendungsgruppe H 1 / M BO 1 mit Verwendung
a) im Generalstabsdienst oder
b) in einer Funktion der Höheren Militärischen Führung gemäß Z 12.13a der Anlage 1 zum BDG 1979 oder
c) im Intendanzdienst oder
d) im höheren militärtechnischen Dienst oder
e) im höheren militärfachlichen Dienst

oder

das Bestehen eines sonstigen öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Bundesdienstverhältnisses und das Erfüllen der Voraussetzungen gemäß Z 12.13a der Anlage 1 zum BDG 1979 für eine Überstellung in die Verwendungsgruppe M BO 1 mit Verwendung in einer Funktion der Höheren Militärischen Führung.
2. Zusätzlich für Offiziere des Intendanzdienstes: abgeschlossenes Hochschulstudium der Rechts-; Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften im Sinne der Z 12.17 der Anlage 1 zum BDG 1979.
3. Zusätzlich für Offiziere des höheren militärtechnischen Dienstes: abgeschlossenes Hochschulstudium der Technischen Wissenschaften im Sinne der Z 12.12 der Anlage 1 zum BDG 1979.
4. Zusätzlich für Offiziere des höheren militärfachlichen Dienstes: abgeschlossenes Hochschulstudium der Rechts-, Sozial-, Wirtschafts-, Geistes- oder Kulturwissenschaften im Sinne der Z 1.12 der Anlage 1 zum BDG 1979.
5. Vorliegen einer Prüfbescheinigung der festgestellten Verlässlichkeit entsprechend den Bestimmungen des Erlasses vom 23. März 2022, GZ S 93207/50-ndAbw/2022 (1). Dieses Erfordernis kann durch eine eidesstattliche Erklärung, dass die Verlässlichkeitserklärung ausgefüllt und an zuständiger Stelle abgegeben worden ist, d.h. die Verlässlichkeitsprüfung eingeleitet wurde, ersetzt werden, wobei der Beischluss einer diesbezüglichen Kopie der Verlässlichkeitserklärung entsprechend der bestehenden Erlasslage aus datenschutzrechtlichen Gründen zu unterbleiben hat. Es wird darauf hingewiesen, dass das positiv abgeschlossene Prüfverfahren Voraussetzung für die Einteilung auf die angestrebte Leitungsfunktion ist.

Im Sinne des § 5 Abs. 2 AusG werden weiters besondere Kenntnisse bzw. Fähigkeiten vor allem in folgenden Bereichen erwartet:
a) besondere Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der nationalen, internationalen und vergleichenden Politik, insbesondere der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie der Erstellung von Strategien (Risikobild, verteidigungspolitische Strategie, Streitkräfteprofilvarianten etc.), (10 %)
b) umfassende Kenntnisse und Erfahrungen der militärstrategischen und politischen Schnittstelle (Entwicklung gesamtstaatlicher sicherheitspolitischer Positionen und Policy-Teilstrategie Verteidigungspolitik), (10 %)
c) besondere Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der bilateralen Beziehungen und der Militärdiplomatie (z.B. Kooperationsprogramme, Vertragserstellung, Verhandlungs-führung), (10 %)
d) umfassende Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Forschungspolitik (EDA, FORTE, KIRAS, etc.), (10 %)
e) umfassende Kenntnisse zu fremden Streitkräften sowie inter- und multinationaler Institutionen der Sicherheitspolitik und Kenntnisse im Bereich Geopolitik, (10 %)
f) umfassende Kenntnisse der für den Bereich der öffentlichen Verwaltung und insbesondere der im Bundesheer geltenden Organisations- und Verfahrensvorschriften, (5 %)
g) umfassende Kenntnisse und Erfahrung in der Militärpolitik, besonders der Wirkungsweise internationaler Organisationen (EU, NATO, UN, OSZE, etc.), (5 %)
h) Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich internationaler Courtoisie, (5%)
i) Erfahrungen im Rahmen der nationalen und internationalen Truppenführung (Auslandseinsatz in Kommandantenfunktion, Truppenführung im Inland), (5%)
j) besondere Fähigkeiten und Erfahrungen in der Führung vor allem leitender Mitarbeiter sowie in der Verhandlungsführung mit ressortinternen und externen Spitzenrepräsentanten inkl. Aufbereitung und Bereitstellung von Entscheidungs-grundlagen für hohe und höchste Entscheidungsträger, (5 %)
k) Beherrschung der Anwendung moderner Planungstechniken und Planungswerkzeuge einschließlich relevanter Informationssysteme und Bürotechniken und fachspezifische IT-Kenntnisse, (5%)
l) der Funktion entsprechende Fremdsprachenkenntnisse, (5 %)
m) mehrjährige Tätigkeit im internationalen Bereich, (5 %)
n) langjährige Erfahrung als Abteilungsleiter in der Zentralstelle, (5 %)
o) körperliche Leistungsfähigkeit gemäß DVBH-Körperausbildung 2019 (Militärspezifischer Test-MST, Mindestprofil C bzw. Leistungsprüfung Allgemeine Kondition – LPrAKond). (5 %)

Gemäß § 5 Abs 2a AusG wird darauf hingewiesen, dass auch Erfahrungen aus qualifizierten Tätigkeiten oder Praktika in einem Tätigkeitsbereich außerhalb der Dienststelle, in deren Bereich die Betrauung mit dem ausgeschriebenen Arbeitsplatz (Funktion) wirksam werden soll, erwünscht sind.

Die bei den erwarteten besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten angeführten Prozentpunkte stellen die Gewichtung dar. Diese Gewichtung ist gemäß § 5 Abs 2 AusG vorgesehen und soll über das Maß der Beurteilung der Eignung im Rahmen der Sitzung der Begutachtungskommission Aufschluss geben.

Die Betrauung mit dieser Funktion erfolgt nach § 152b Abs 1 in Verbindung mit § 268 Abs 2 BDG 1979 befristet auf die Dauer von fünf Jahren (Weiterbestellungen sind zulässig) und setzt ein Dienstverhältnis bzw. die Bereitschaft zur Überleitung in ein Dienstverhältnis in der Verwendungsgruppe M BO 1 voraus.

Den Bewerbungsunterlagen ist ein Passfoto neueren Datums und ein aussagekräftiger Lebenslauf anzuschließen. Die Erfüllung der Voraussetzungen und erwarteten Kenntnisse und Fähigkeiten sowie der erwünschten Kenntnisse und Erfahrungen ist durch geeignete Unterlagen nachzuweisen oder zumindest schlüssig darzulegen. Überdies ist den Bewerbungsunterlagen ein höchstens fünfzehnseitiges Konzept (Zeilenabstand 1,5-fach, Schriftgröße 12 Pt) im Hinblick auf die künftigen besonderen Herausforderungen im Fachbereich anzuschließen.

Der Nachweis der körperlichen Leistungsfähigkeit ist durch Beilage des Protokolls zur Eignungs- und Leistungsprüfung, welches nicht älter als 1 Jahr sein darf, zu erbringen.

Betreffend das Kriterium der Fremdsprachenkenntnisse ist gegebenenfalls ein Nachweis des Sprachinstitutes des Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie (SIB/LVAk) betreffend Ablegung einer Überprüfung des fremdsprachlichen Leistungsprofils (SLP-Prüfung), der nicht älter als fünf Jahre sein darf, vorzulegen oder sind diese auf andere geeignete Weise nachzuweisen.

Das BMLV ist bestrebt, den Anteil von Frauen in allen Verwendungen zu erhöhen und lädt daher nachdrücklich Frauen zur Bewerbung ein. Nach § 11c des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes – B-GlBG, BGBl Nr 100/1993 idgF, sind Bewerberinnen, die für die angestrebte Verwendung (Funktion) gleich geeignet sind wie der bestgeeignete Mitbewerber, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen, vorrangig zu bestellen.

Bewerbungsgesuche, in denen die Gründe anzuführen sind, die den Bewerber für die Bekleidung der ausgeschriebenen Funktion als geeignet erscheinen lassen, sind ausschließlich in elektronischer Form unter ausschreibungen.personal@bmlv.gv.at an die ausschreibende Stelle zu richten. Bewerbungsgesuche müssen bis spätestens 8. Februar 2023 eingelangt sein. Später einlangende Gesuche können nicht mehr berücksichtigt werden.

Sofern auf Beschluss der zuständigen Begutachtungskommission ein Hearing mit den als grundsätzlich geeignet eingestuften Bewerbern durchgeführt wird, ergeht die diesbezügliche Einladung gesondert. Es wird darauf hingewiesen, dass aus organisatorischen Gründen kein Ersatztermin angeboten werden kann und die Beurteilung eines Bewerbers bei Nichtwahrnehmung des zugewiesenen Termins ausschließlich an Hand der Bewerbungsunterlagen erfolgen kann.

Allfällige Kosten im Zusammenhang mit der Bewerbung bzw. dem Auswahlverfahren werden nicht ersetzt.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Bewerber keine Parteistellung hat und ihm durch die Einbringung des Bewerbungsgesuches auch keinerlei Rechtsanspruch auf Betrauung mit der von ihm angestrebten Funktion erwächst.

Hinweis über Veröffentlichungen auf der Internethomepage www.bundesheer.at

Die Begutachtungskommission hat auf der Internethomepage zu veröffentlichen:
1. geschlechterweise aufgeschlüsselt die Anzahl der als geeignet angesehenen Bewerberinnen und Bewerber nach dem Ausmaß ihrer Eignung
2. die Namen der Mitglieder der Begutachtungskommission.

Diese Veröffentlichungen haben unverzüglich nach Erstattung des Gutachtens zu erfolgen und sind durch Angabe des Namens der Personen zu ergänzen, die mit der ausgeschriebenen Funktion betraut wurde. Die durch die ausschreibende Stelle ergänzte Veröffentlichung hat mindestens einen Monat auf der Internethomepage ersichtlich zu bleiben.

Durch die Veröffentlichung des Namens des zu Betrauenden im Internet entfällt die bisher übliche formlose Verständigung der übrigen Bewerber über die Nichtberücksichtigung.

Hinweise:

1. Die persönliche Einbringung von Bewerbungsgesuchen direkt bei der ausschreibenden Stelle ist nicht vorgesehen.

2. Die mehrfache Einbringung eines Bewerbungsgesuchs (z.B. neben der elektronischen Form zusätzlich in Papierform) für dieselbe ausgeschriebene Funktion ist tunlichst zu unterlassen.
Bei Bewerbungen um mehrere Funktionen ist für jede einzelne Funktion ein entsprechendes Bewerbungsgesuch unter Beischluss aller Beilagen einzureichen. Eine amtswegige Ergänzung von Bewerbungen ist nicht vorgesehen.

Die in diesem Ausschreibungstext verwendeten personenbezogenen Ausdrücke betreffen, soweit dies inhaltlich in Betracht kommt, Personen jedweden Geschlechts gleichermaßen.

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