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Zugsführer Manuel S.: Aus dem Stahlwerk hinters Steuer

15. Juli 2020 - 

Zugsführer Manuel S. ist einer der Soldaten innerhalb der Miliz mit besonders viel Einsatzerfahrung. Als KPE-Soldat war er mehrere Male im Einsatz - im Ausland, aber auch in Österreich selbst. "Es ist eine wirkliche Abwechslung zu meinem zivilen Leben", sagt er. Normalerweise arbeitet er in der Produktion eines Stahlproduzenten in Österreich. Seinen Einsatz leistet er in der Steiermark als Funker und Kraftfahrer.

Zufällig "reingerutscht"

"Ich bin ja eigentlich zufällig Milizsoldat geworden", erzählt der 33-jährige Niederösterreicher lächelnd. "Nach meiner Zeit bei der KPE wurde ich überraschend wieder einberufen. Am Anfang war ich überrascht, aber je länger ich nun dabei bin, umso mehr Freude macht es mir. Deswegen werde ich jetzt auch die Unteroffiziersausbildung anfangen. Ob Beruf oder Miliz, entscheide ich noch." Nach insgesamt drei Auslandseinsätzen, in Bosnien, Kosovo und im Libanon, scheint der Einsatz im Rahmen der Corona-Krise durchaus harmlos. "Es ist was ganz anderes. Die Aufbietung, die doch recht kurzfristig war, war neu. Ich wurde eigentlich innerhalb weniger Tage einberufen. Das war sowohl eine Herausforderung für mich als auch für meinen Arbeitgeber. Am Anfang war dieser natürlich wenig begeistert, aber mittlerweile ist das Verständnis da", so S.

Zusammenhalten

Der Einsatz selbst wirkt manchmal etwas langwierig. "Ich bin im Innendienst eingesetzt. Das können schon lange Stunden sein", berichtet er. "Aber die Erfahrungen aus dem Ausland helfen hier. Man muss immer bereit sein, und lange Wartezeiten gehören dazu." Die Miliz sieht er als einen wirklich besonderen Teil des Österreichischen Bundesheeres. "Eine Gemeinschaft, wie in der Miliz, ist schwer zu finden", erzählt er. "International merkt man das noch mehr. Das gehört sicher zu meinen schönsten Erfahrungen, diese Gemeinschaft. Im internationalen Einsatz wird da nicht mehr nach Ländern oder Beruf oder Miliz unterschieden. Man hält zusammen, in allen Schwierigkeiten." Die Begeisterung ist deutlich zu spüren.

Gegenseitig besser verstehen

Aus der Miliz kann man viel übernehmen für sein ziviles Leben, ist der Zugsführer überzeugt: "Disziplin, wie sie im militärischen üblich ist, hilft auch im zivilen Leben. Ich glaube, das fehlt manchmal in der Wirtschaft." Für eine gute Zusammenarbeit sieht er Verständnis als entscheidenden Punkt: "Die Wirtschaft sollte mehr das Wissen der Leute, die in der Miliz engagiert sind, nutzen und umgekehrt. Dadurch verstehen sich beide Seiten auch besser. Das würde Beiden helfen und die Zusammenarbeit deutlich verbessern. Das wäre mein Wunsch für die Zukunft." 

Zugsführer Manuel S.: Glücklich, dass er in die Miliz "reingerutscht" ist. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Zugsführer Manuel S.: Glücklich, dass er in die Miliz "reingerutscht" ist.

Hygiene ist gerade jetzt wichtig. Nicht nur im Einsatz! (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Hygiene ist gerade jetzt wichtig. Nicht nur im Einsatz!

Sicherer Umgang mit der Waffe ist das um und auf! (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Sicherer Umgang mit der Waffe ist das um und auf!

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