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Corona-Check in der Boxenstraße

14. Dezember 2020 - 

In der Formel 1 ist die Boxenstraße der Platz, an dem alles passen muss. Beim Service-Team muss jeder Handgriff sitzen. Es geht um Zeit, es geht um Genauigkeit. Es geht um Sieg oder Niederlage. Auch bei den Massentests geht es um Sieg oder Niederlage: Es geht darum, Infektionszahlen schnell zu senken, symptomlose Viren-Verbreiter zu finden und Gewissheit über die eigene Gesundheit zu bekommen. Damit wir uns auch im Jänner noch im Guten an die Weihnachtsfeier mit der Familie erinnern können – und keinen "positiven" Eindruck hinterlassen haben. 

Tests in der Wiener Marx-Halle

Die Teststraße in der Wiener Marx-Halle organisierte die Garde in Rekordzeit. "Am Sonntagnachmittag kam ich in die leere Halle. Dienstagmittag war die Planung fertig", erzählt Oberstleutnant Gerald J. Er ist in der Marx-Halle dafür verantwortlich, dass der Testbetrieb störungsfrei läuft. "Wir haben eine Testkapazität von 30.000 Personen pro Tag. Im Schnitt nutzen täglich etwa 5.000 Personen die Möglichkeit, sich gratis testen zu lassen", so J. Die gesamte Testprozedur dauert vom Reingehen bis zum Rausgehen knapp 30 Minuten – die Hälfte davon ist die Wartezeit für die Auswertung des Schnelltests. In sieben Teststraßen, 35 Boxen und 70 Testplätzen geht man hier auf die Jagd nach dem Virus. Eine Testperson bringt es auf den Punkt: "Es ist beeindruckend, was hier in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde."

In 15 Minuten zum Ergebnis

Unter den 350 Mitarbeitern der Marx-Halle sind auch 16 Soldaten der Wiener Miliz, davon vier Sanitäter und zwei Ärzte. Sie haben sich freiwillig für den Testeinsatz gemeldet. Zugsführer Lukas Ö. ist einer von ihnen. "Ich wechsle gerade von Salzburg in ein Krankenhaus nach Wien und hatte Zeit. Da war klar, dass ich mich melde", erzählt der angehende Chirurg. In einem weißen Schutzanzug, geschützt durch Einweghandschuhe, Maske und Gesichtsschild, nimmt er die Proben und gibt sie an die Auswerter weiter. Nach 15 Minuten haben die Testpersonen Gewissheit – zumindest bei einem negativen Ergebnis. Ist der Schnelltest positiv, bringt ein Soldat die Testperson zu einer der PCR-Teststationen. "Der Schnelltest kann bei positiven Ergebnissen eine Fehlerquote von 50 Prozent haben. Mit dem PCR-Test wissen es die Personen dann sicher", sagt der Miliz-Arzt.

Jeder hier ist Sieger

Die Logistik hinter dem Testgeschehen arbeitet mit militärischer Präzision. Das muss sie auch, denn für den Betrieb sind nur neun Soldatinnen und Soldaten zuständig. Sie kümmern sich darum, dass genügend Schutzanzüge da sind, dass jeder seine Einweghandschuhe hat und dass die Desinfektionsmittel nicht ausgehen. Und davon wird einiges verbraucht: In den zehn Stunden, die der Testbetrieb läuft, verbraucht das Personal etwa 250 Schutzanzüge, 2.000 FFP-2 Schutzmasken und 10.000 Einweghandschuhe. Die sieben Liter Desinfektionsmittel scheinen hier gar nicht in die Statistik zu passen, reichen aber auch für ein paar Tausend Desinfektionen am Tag.

Eines ist klar: Jeder, der sich testen lässt, ist ganz vorne mit dabei. Weil er seinen Freunden, seiner Familie und seinen Arbeitskollegen Sicherheit gibt. Weil er hilft, die Corona-Krise nicht noch schlimmer werden zu lassen. Und weil er seine eigene Angst überwindet. Die Angst vor dem Staberl in der Nase, vor der Bestätigung, vielleicht doch nicht gesund zu sein, oder was auch immer ihn oder sie beinahe davon abgehalten hätte, testen zu gehen.

Die Mitarbeiter informieren die Testpersonen und beantworten Fragen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Mitarbeiter informieren die Testpersonen und beantworten Fragen.

Die Anmeldung ist schnell erledigt. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Anmeldung ist schnell erledigt.

Nach ein paar Sekunden ist die Probe genommen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Nach ein paar Sekunden ist die Probe genommen.

Die Auswertung dauert etwas länger: Nach 15 Minuten ist das Ergebnis da. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Auswertung dauert etwas länger: Nach 15 Minuten ist das Ergebnis da.

Zeit für eine Pause: Zugsführer Lukas Ö. desinfiziert sein Schutzschild. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Zeit für eine Pause: Zugsführer Lukas Ö. desinfiziert sein Schutzschild.

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