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Hauptmann Karl G: Auch für Verteidigung im Cyberspace gerüstet sein

09. März 2021 - 

"FH.Hon.-Prof. Priv.-Doz. Mag.rer.soc.oec. Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr.techn." - Was klingen mag wie die gesamten Möglichkeiten an akademischen Titeln, die man an einer Hochschule erreichen kann, hat Hauptmann Karl G. in seiner Karriere bereits erreicht. In seinen Studien hat er sich auf Informatik und Cyberthemen spezialisiert. Doch damit nicht genug –"nebenher" hat er eine militärische Laufbahn zum Artillerieoffizier abgeschlossen. 2009 wurde er in den Expertenstab für IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) und Cybersicherheit berufen. "Am Ende meiner Laufbahn zum Hauptmann der Artillerie habe ich gemerkt, dass es zunehmend aufwändig wird, die militärischen Fähigkeiten aufrechtzuerhalten", beschreibt Karl G. die eigenen Ansprüche. "Es war an der Zeit, etwas zu finden, wo ich umgekehrt Wissen einbringen konnte. Die Idee der Experten war da genau richtig."

Ständiges Mitlernen gefordert

Heute unterrichtet der gebürtige Wiener schwerpunktmäßig an der FH Campus Wien und der FH Technikum Wien, betreut Dissertationen, publiziert und ist selbstständig tätig. Sein thematischer Fokus liegt auf dem Bereich der Datenbanken, der verteilten Systeme, der Safety und Security mit Anwendungen von NewSQL-Datenbanken über das "Internet of Things" und "Industrie 4.0" bis hin zu Blockchain. "An den FHs begeistert mich, dass ich über die Bachelor- und Masterarbeiten immer wieder neue, aktuelle Anwendungen meiner Themen erproben kann. Dazu kommt immer die Ausrichtung auf die Praxis," erzählt der Milizoffizier. "Das ist auch wichtig für das Bundesheer. IT ist ein komplexes und vielfältiges Gebiet, das ständiges Mitlernen erfordert." Experten sind für das Bundesheer eine wichtige Möglichkeit, ziviles Know-how militärisch zu nutzen. Dazu werden die Militärexperten in unterschiedlichen Expertenpools eingesetzt. Diese Pools reichen von A wie Alpinwesen über Mathematik bis Z wie Zollwesen. Wichtig sind eine akademische Ausbildung und Berufserfahrung.

Planung ist der entscheidende Erfolgsfaktor

Bei einer Übung der IKT- und Cyber-Experten unter strengen Covid-Auflagen trainierten diese die Zusammenarbeit mit ihrer IKT-Technik-Leitstelle. Schwerpunkt war der Einsatz von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz im Bundesheer. Das Thema Cybersecurity ist eines der wichtigen Zukunftsthemen für das Heer. Hier werden derzeit Wissen und vor allem Kapazitäten aus- und aufgebaut. Expertenwissen, wie das von Hauptmann G., gehört dabei zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Hier geht es nicht um Hacking-Fähigkeiten, sondern vor allem um die strategische Planung.

Flexible Zusammenarbeit gefordert

Das Thema IKT und Cybersicherheit ist ein wachsender und sich wandelnder Bereich. Das war nicht immer so. "Als ich Ende der 1990er-Jahre nach Einsatzmöglichkeiten im Bereich Informatik gefragt habe, da wurde nur gefragt, ob ich löten kann", berichtet der 53-jährige IT-Experte schmunzelnd. "Heute ist das anders. Die Möglichkeiten und auch Bedrohungen sind erkannt worden. Man geht ganz anders an das Thema heran, sehr professionell." Dies betrifft auch die Experten, wie sie konkret eingesetzt werden. Bei der Übung vergangene Woche wurden wichtige Schritte im Arbeitsprozess zwischen Leitstelle und Experten festgelegt. Wichtig ist eine schnelle, flexible Zusammenarbeit – eine große Herausforderung in den meisten Expertenbereichen. "Ich habe den Wunsch, mich stärker einzubringen", schließt er. "Ich hoffe auch, dass dies von beiden Seiten möglich wird. Für unser gemeinsames Ziel: eine professionelle IKT-Unterstützung für eine moderne, starke Landesverteidigung, auch im Cyberspace."

Privat unterrichtet Karl G. an zwei Fachhochschulen als Professor. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Privat unterrichtet Karl G. an zwei Fachhochschulen als Professor.

Gerade im Cyberbereich hat das Bundesheer wachsenden Bedarf an Experten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Gerade im Cyberbereich hat das Bundesheer wachsenden Bedarf an Experten.

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