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Sprachkoordination mit dem Tschechischen Verteidigungsministerium an der Landesverteidigungsakademie

17. Dezember 2025 - 

Frau Žaneta Nikam, die Chef-Methodikerin und Sprachenverantwortliche des Tschechischen Verteidigungsministeriums, besuchte von 15. bis 17. Dezember 2025 das Sprachinstitut des Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie. Zweck des Besuchs war es, die langjährige Zusammenarbeit im Bereich des Sprachwesens zu intensivieren und den konkreten Bedarf für 2026 und 2027 abzustimmen.

Bilaterale Sprachausbildung und -unterstützung

Während des Besuchs wurde festgehalten, dass im Österreichischen Bundesheer Bedarf an einer Unterstützung im Bereich der Tschechisch-Ausbildung besteht und auch, dass im Rahmen des Englisch-Unterrichtes an einem Austausch mit tschechischen Lehrkräften Interesse herrscht. Tschechien will neben Deutsch auch in den Sprachen Serbisch und Russisch mit dem Sprachinstitut enger zusammenarbeiten.

Die Zusammenarbeit soll entweder durch einen Lehrenden-Austausch oder durch Studienaufenthalte von Lernenden aus dem jeweils anderen Land erfolgen, um den früher traditionellen Austausch von Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern aus Tschechien und Österreich wiederaufzunehmen. Es wurden auch Aufenthalte bei tschechischen Verbänden, zum Beispiel bei der Militärpolizei, in Aussicht gestellt.

Ebenso ist vorgesehen, dass die Tschechische Republik Teilnehmer zu internationalen Kursen am Sprachinstitut des Bundesheeres, wie dem Deutschkurse 2 und 3, dem Tactical English Seminar oder dem Cyber English, entsendet.

Zertifizierung von Sprachkompetenzen

Die Tschechische Armee, die im Bereich des Sprachprüfungswesens im Rahmen der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation eine führende Rolle einnimmt und regelmäßig Fortbildungen in diesem Bereich veranstaltet oder durch Vortragende unterstützt, wird Anfang des Jahres 2026 wieder eine Fortbildungs- und Akkreditierungsveranstaltung anbieten.

An dieser Online-Fortbildung werden von österreichischer Seite Prüfer verschiedener Sprachen, darunter Englisch, Deutsch, Tschechisch und Französisch, teilnehmen. Die Absolvierung dieser sogenannten Prüferkalibrierung ist zum einen Voraussetzung, dass Prüferinnen und Prüfer des Sprachinstitutes bei Prüfungen in Tschechien eingesetzt werden dürfen, und zum anderen ist es eine willkommene Fortbildung im Bereich des Prüfungswesens.

Es wurde darüber hinaus auch die Absicht geäußert enger im Bereich der Prüfmittel- und Lehrmittelerstellung zusammenzuarbeiten. Durch den Wissensaustausch können Synergien erzeug werden, die den Aufwand im Bereich der Grundlagenarbeit für Ausbildung und Prüfungswesen reduzieren.

Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dieser bilateralen Zusammenarbeit sollen in weiterer Folge für Projekte der Sprachenplattform der Zentraleuropäischen Verteidigungsplattform genutzt werden.

Zaneta Nikam mit dem Leiter des Sprachinstitut. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Zaneta Nikam mit dem Leiter des Sprachinstitut.

Christian Kersch mit Zaneta Nikam. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Christian Kersch mit Zaneta Nikam.

Bei einem Besuch der Theresianischen Militärakademie. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Bei einem Besuch der Theresianischen Militärakademie.

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