Tag des militärischen Widerstands: Gedenken an Mut und Verantwortung
Wien, 07. August 2026 - Der Tag des militärischen Widerstands stand im Zeichen des Gedenkens an jene Soldaten, die sich mit Mut und Verantwortungsbewusstsein dem NS-Regime widersetzten. Mit einem Bildungs- und Gedenkschwerpunkt erinnerte das Bundesministerium für Landesverteidigung am 7. August an Persönlichkeiten wie Robert Bernardis, Anton Schmid und Carl Szokoll, deren Haltung und Handeln bis heute Vorbild für Soldaten des Österreichischen Bundesheeres sind.
Den Auftakt bildete am Vormittag ein Bildungsprogramm für Grundwehrdiener im Heeresgeschichtlichen Museum. Im Mittelpunkt stand die Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“. Anschließend folgte in der Lichthofaula der Roßauer Kaserne Bernardis-Schmid ein Gedenkakt mit Kranzniederlegung. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, Georg Hoffmann, sowie Ingeborg Heidlberger, die Enkelin von Robert Bernardis, gedachten dabei jener Soldaten, die sich trotz persönlicher Gefahr dem nationalsozialistischen Regime widersetzten.
Gedenken an den militärischen Widerstand
Der zweite Gedenkakt wurde beim Äußeren Burgtor am Heldenplatz begangen. Grundwehrdiener trugen gemeinsam mit Ingeborg Heidlberger Abschiedsbriefe von Widerstandskämpfern vor. Gedenkansprachen sowie würdigende Worte von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner erinnerten an die Bedeutung des militärischen Widerstands für Demokratie und Rechtsstaat.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte: „Der Tag des militärischen Widerstands erinnert uns daran, dass es in entscheidenden Momenten Mut braucht, um für das Richtige einzustehen. Die Soldaten, die sich dem NS-Regime widersetzten, handelten aus tiefster Überzeugung und im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber unserem Land und seinen Werten. Ihr Vermächtnis ist Mahnung und Auftrag zugleich.“
Bildung als Teil der Erinnerungskultur
Den Abschluss des Gedenktages bildete ein Expertengespräch des Heeresgeschichtlichen Museums im Weltmuseum Wien zum Thema „Was ist militärischer Widerstand?“. Damit wurde der Bildungsauftrag des Gedenktages fortgesetzt und Raum für die historische Einordnung sowie die Auseinandersetzung mit persönlicher Verantwortung geschaffen.
Georg Hoffmann, Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, erklärte: „Im militärischen Widerstand wird Militärgeschichte zur Geschichte persönlicher Verantwortung. Robert Bernardis und Anton Schmid stehen für unterschiedliche Wege, dem verbrecherischen NS-Staat entgegenzutreten und für den höchsten Preis, den eine solche Entscheidung fordern konnte. Das Heeresgeschichtliche Museum hält ihre Geschichte nicht zuletzt in unserer neuen Ausstellung im öffentlichen Gedächtnis. Denn der Widerstand gegen den Nationalsozialismus gehört zu den bleibenden moralischen Bezugspunkten unserer demokratischen Gesellschaft.“
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Mit einer Kranzniederlegung wurde der Opfer des Nationalsozialismus und der Widerstandskämpfer gedacht.