Versuchswald Bruckneudorf: Forschung für klimafitte Wälder
Bruckneudorf, 05. Oktober 2026 - Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besuchte am 5. Oktober 2026 den klimafitten Versuchswald am Truppenübungsplatz Bruckneudorf. Als sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Forschungsprojekts pflanzte sie eine Pinie. Die aus dem Mittelmeerraum bekannte Baumart könnte sowohl für die Waldbewirtschaftung als auch für die Landwirtschaft im Osten Österreichs interessant sein.
Die Pflanzung steht zugleich für die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Bundesheer und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die seit 15 Jahren besteht. Der vier Hektar große Versuchswald liefert Erkenntnisse darüber, welche Baumarten auch unter veränderten klimatischen Bedingungen widerstandsfähig und forstwirtschaftlich interessant sind.
Forschung für widerstandsfähige Wälder
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Bedeutung der Forschungskooperation: „Das Bundesheer freut sich, Partner in einer so zukunftsweisenden Forschungskooperation zu sein. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft, denn unsere heimischen Wälder sind eine wesentliche Grundlage für ein funktionierendes Ökosystem. Die Erkenntnisse aus dem Versuchswald sollen dazu beitragen, unsere Wälder fitter und widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.“
Der Versuchswald ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts mit der Schweiz und Deutschland. Die wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch das Institut für Waldbau der BOKU, die Pflege durch Mitarbeiter der Forstverwaltung des Truppenübungsplatzes. Untersucht werden heimische und mediterrane Baumarten, darunter Libanon-Zeder, Griechische Tanne, Troja-Tanne, Orient-Buche, Silber-Linde und verschiedene Hickory-Arten.
Naturwaldreservate am Truppenübungsplatz
Der 4.130 Hektar große Truppenübungsplatz liegt vollständig im Europaschutzgebiet „Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge“. Fünf Waldflächen mit insgesamt rund 110 Hektar sind als Naturwaldreservate ausgewiesen und von der forstwirtschaftlichen Nutzung ausgenommen. Das Bundesheer bekannte sich 2021 dazu, deren Erhalt für weitere 20 Jahre sicherzustellen.