Steering Committee Meeting der Sprachenplattform der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation in Bled
Von 9. bis 11. Februar 2026 trat das Steering Committee der CEDC-LP (Central European Defence Cooperation Language Platform) auf Einladung des diesjährigen Vorsitzlandes Slowenien in Bled zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen strategische Planungen, terminologische Abstimmungen und die Weiterentwicklung gemeinsamer Projekte. Am Treffen nahmen Herr Prutsch und Herr Cernut für die Landesverteidigungsakademie und das Sprachinstitut des Bundesheeres teil.
Präsentation des Arbeitsprogramms sowie des neuen multilingualen Glossars 2026
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Treffens war die Festlegung des Arbeitsprogramms für das Jahr 2026. Die Delegationen verständigten sich auf die Termine mehrerer CEDC-Workshops (Terminologie, Translation, Methodik, Sprachprüfungswesen), die im Laufe des Jahres stattfinden werden und die fachliche Zusammenarbeit innerhalb der Partnerschaft weiter vertiefen sowie standardisieren sollen.
Besonderes Gewicht kam dem laufenden Glossarprojekt zu, dessen Präsentation für September 2026 vorgesehen ist. Das Glossar richtet sich primär an Kommandanten in internationalen Einsätzen und soll eine einheitliche terminologische Grundlage für multinationale Operationen schaffen. Inhaltlich behandelt es die Themenbereiche "Medium Forces" sowie "Unmanned Aircraft Systems" und bündelt zentrale Fachbegriffe aus diesen Feldern.
Beitrag des Sprachinstitutes des Bundesheeres zur CEDC-LP 2026
Im Jahr 2026 wird ein CEDC Terminologie Workshop (23.03. - 27.03.2026) an der Landesverteidigungsakademie durch das Sprachinstitut des Bundesheeres durchgeführt. Darüber hinaus übernimmt Österreich die Erarbeitung des deutschsprachigen Teils des Glossars zu "Medium Forces and Unmanned Aircraft Systems". Österreich wird nach Fertigstellung des Glossars im Juni 2026 auch bei der Entwicklung einer Applikation zur Digitalisierung der Publikation die slowenische Präsidentschaft unterstützen. Dieser Schritt soll vor allem die praktische Nutzbarkeit im Einsatz erhöhen und einen schnellen Zugriff auf die Terminologie ermöglichen.
Ausblick auf die nächsten Jahre
Neben den inhaltlichen Fortschritten bot das Treffen in Bled auch Gelegenheit für einen Ausblick auf die zukünftigen Vorsitzjahre der Partnerschaft. Nach Slowenien wird Kroatien im kommenden Jahr den Vorsitz übernehmen, gefolgt von Österreich im Jahr 2028. Diese abgestimmte Übergabeplanung unterstreicht die langfristige Stabilität der Zusammenarbeit innerhalb der Sprachenplattform der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation.
Das Steering Committee in Bled hat damit wesentliche organisatorische und inhaltliche Grundlagen für die Jahre 2026 – 2028 geschaffen. Mit einem klar strukturierten Jahresplan und dem weiter voranschreitenden Glossarprojekt wurden wichtige Schritte gesetzt, um die grenzüberschreitende Kooperation der Mitgliedstaaten (Österreich, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn) in der Sprachausbildung, Terminologiearbeit, im Translations- und Sprachprüfungswesen sowie in der Digitalisierung nachhaltig zu stärken.