Workshop für ein Referenzcurriculum zum operativen und taktischen Planungsprozess an der Landesverteidigungsakademie
Der vierte und letzte Workshop einer Expertengruppe im Rahmen des Partnership for Peace Consortium of Defence Academies and Security Studies Institutes fand von 23. bis 27. Februar 2026 an der Landesverteidigungsakademie statt. Dieser widmete sich der Entwicklung eines Referenzcurriculums für den operativen und taktischen Planungsprozess. Die Experten erarbeiten dabei ein Rahmendokument für einen Lehrplan, der für die unterschiedlichen Ebenen militärischer Aus- und Weiterbildung verwendet werden kann.
Interoperabilität im Planungsprozess
Um die nationalen Fähigkeiten zu verbessern und gleichzeitig die Interoperabilität zu erleichtern, ist ein besseres Verständnis der militärischen Planung sowie des breiten Spektrums von Konflikten in einer komplexen Umgebung erforderlich. Dieser Referenzlehrplan bietet einen umfassenden Leitfaden mit Konzepten und Ansätzen, einschließlich Lernzielen, Lehrmethoden und Bewertungen, um diesem Bedarf gerecht zu werden. Das Endergebnis ist ein maßgeschneiderter Lehrplan zur Ausbildung und Entwicklung von entsprechend qualifizierten nationalen Planern, die auch in der Lage sind, innerhalb der NATO, oder anderer multinationaler Umgebungen, effektiv zu arbeiten.
Weltweites Referenzdokument
In der Folge wird der erarbeitete Lehrplan einer Peer-Überprüfung unterzogen und anschließend vom Partnership for Peace Consortium of Defence Academies and Security Studies Institutes gemeinsam mit dem NATO Defence Education Enhancement Programme veröffentlicht. Das Referenzdokument kann so den Lehrkräften in militärischen Bildungseinrichtungen weltweit als Leitfaden dienen.
Langjährige Zusammenarbeit der Landesverteidigungsakademie
Das Partnership for Peace Consortium of Defense Academies and Security Studies Institutes ist ein multinationales Netzwerk von hunderten Akademikerinnen und Akademikern aus dem Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitsstudien. Die Landesverteidigungsakademie betreut in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Verteidigungspolitik seit 1999 beziehungsweise 2012 zwei Studiengruppen und gibt sowohl deren "Study Group Information"-Publikationen, als auch die ausgearbeiteten Empfehlungen der Studiengruppen heraus.