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Vortragsabend: „80 Jahre Kalter Krieg: Teil 2: Die Teilung der Welt“"

03. März 2026 - 

Felix Schneider, Historiker am Institut für Strategie und Sicherheitspolitik an der Landesverteidigungsakademie, lud am 03. März 2026 zu seinem zweiten Vortrag aus der Reihe: "80 Jahre Kalter Krieg – Die Teilung der WeltVon der Truman-Doktrin bis zur Gründung der NATO. 1947–1949", in die Sala Terrena. Schneider spannte dabei den Bogen vom Marshallplan über den Umsturz in Prag bis hin zur Teilung Deutschlands in die BRD und die DDR.

Prägende Jahre

Die Jahre 1947 bis 1949 waren mitunter die prägendsten des gesamten Kalten Krieges. In diesem kurzen Zeitraum wurden die politisch-strategischen Weichen der Welt für die kommenden vier Dekaden gestellt. Einstige Alliierte im Kampf gegen Deutschland und Japan waren nur zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs zu erbitterten Rivalen im Kampf um die militärische, politische und wirtschaftliche Vorherrschaft in Europa und der Welt geworden.

Marshallplan, Währungsreform und Berlin-Blockade

Mit dem Marshallplan und der Gründung der NATO manifestierte sich unter US-Präsident Truman der unbedingte politische Wille Washingtons, das durch den Krieg stark zerstörte (West)Europa nicht einfach kampf- und schutzlos dem militärischen Zugriff oder der wirtschaftlichen Erpressung Josef Stalins zu überlassen. Der Marshallplan erwies sich ab 1947 wirtschaftlich als gesamteuropäische Chance, die Grundlage zum Wiederaufbau Europas zu legen. Der kommunistische Umsturz in Prag (1948) signalisierte dann selbst den letzten Zweiflern im Westen, dass man es mit einer auf Expansion ausgerichteten Sowjetunion zu tun hatte, deren weiteren Pläne durch Containment (Truman Doctrine) entgegengetreten werden musste.

Die von den USA vorangetriebene Währungsreform in Westdeutschland legte in der Folge den Grundstein zum westdeutschen "Wirtschaftswunder". Diese Reform wurde von der Sowjetunion 1948 mit der totalen wirtschaftlichen Blockade Berlins "beantwortet". Diese Berlinkrise konnte durch die Westalliierten mit der überaus erfolgreichen Luftbrücke überwunden werden.

Deutschlandfrage

Zentrale Frage in Europa war nach wie vor, wie man nach der Niederlage des Dritten Reiches mit Deutschland verfahren sollte. Die Deutschlandfrage beherrschte daher auch den Alliierten Kontrollrat, der aber von den Sowjets im März 1948 verlassen wurde. Danach entwickelten sich die beiden Teile Deutschlands ideologisch schnell auseinander.

Der Kalte Krieg wird global

Die Zündung der ersten sowjetischen Atombombe (August 1949) wiederum brach das seit 1945 bestehende Atomwaffenmonopol der USA und geriet zum Startschuss des atomaren Rüstungswettlaufes, der den späteren Kalten Krieg prägen sollte. Daneben stellte Mao Zedong nach seinem Sieg über die nationalchinesischen Truppen mit der Ausrufung der kommunistischen Volksrepublik China (1949) erste Weichen für den Aufstieg Chinas zur Weltmacht. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Gründung der NATO.

Brigadier Wörgötter begrüßte die Gäste. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Brigadier Wörgötter begrüßte die Gäste.

Der Historiker Felix Schneider während seinem Vortrag. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Historiker Felix Schneider während seinem Vortrag.

Ein Blick ins Auditorium. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Ein Blick ins Auditorium.

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