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Gebärdensprachdolmetschen beim Internationalen Frauentag in Salzburg und Wien

06. März 2026 - 

Bei den Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag in Salzburg und Wien am 5. und 6. März 2026 wurden für gehörlose Teilnehmerinnen durch das Sprachinstitut des Bundesheeres Dolmetschungen in die österreichische Gebärdensprache organisiert. Seit einigen Jahren haben gehörlose Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Personen mit einer Hörbehinderung im Österreichischen Bundesheer die Möglichkeit, sich bei Besprechungen, Ausbildungen und sozialen Veranstaltungen in der österreichischen Gebärdensprache dolmetschen zu lassen.

Österreichische Gebärdensprache in der Bundesverfassung verankert

Die Gebärdensprachen haben sich unabhängig von den Lautsprachen entwickelt und tun dies weiterhin. Sie variieren je nach Land und können sämtliche Inhalte ausdrücken. So besteht ein Unterschied zwischen der deutschen Gebärdensprache und jener Österreichs. Zudem existieren regionale Dialekte sowie Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Weltweit werden über 300 Gebärdensprachen verwendet. Die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) ist seit 2005 in der Bundesverfassung verankert und wird seit 2013 von der Österreichischen UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Gebärdensprache im Österreichischen Bundesheer

Das Sprachinstitut des Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie fungiert als Kompetenzzentrum für alle sprachlichen Belange im Österreichischen Bundesheer. Dazu gehört auch die Sicherstellung von Gebärdensprachdolmetschungen. Derzeit wird diese Sprachdienstleistung auf dem freien Markt zugekauft. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach diesen Dolmetschungen in unserer Gesellschaft und der geringen Anzahl an Dolmetschpersonal ist die Sicherstellung dieser Dienstleistung eine besondere Herausforderung. In Österreich leben rund 10.000 gehörlose Menschen, jedoch stehen lediglich 130 Dolmetscherinnen und Dolmetscher für die Gebärdensprache zur Verfügung. Deshalb sollen in Zukunft an der Landesverteidigungsakademie Arbeitsplätze für Dolmetscherinnen und Dolmetscher für die Gebärdensprache vorgesehen werden. Damit soll ein wichtiger Beitrag zum barrierefreien Arbeiten im Österreichischen Bundesheer geleistet und die Inklusion aktiv gelebt werden.

Gebärdendolmetschung von Frau Bundesminister Klaudia Tanner. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Gebärdendolmetschung von Frau Bundesminister Klaudia Tanner.

Beim Internationalen Frauentag in der Rossauer Kaserne. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Beim Internationalen Frauentag in der Rossauer Kaserne.

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