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Translationsworkshop der CEDC-Sprachenplattform

26. März 2026 - 

An der Landesverteidigungsakademie fand vom 24. bis 26. März der Translationsworkshop der Sprachenplattform der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation (CEDC) statt.

Neben Vertreterinnen und Vertretern des Sprachinstituts des Bundesheeres, unter der Leitung von Oberst Fronek, nahmen Fachleute für Translation und militärisches Fremdsprachenwesen aus Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Serbien teil. Die Leiterin des Sprachinstituts der slowakischen Streitkräfte, Oberstleutnant Tokárová, war online zugeschaltet. Ergänzt wurde die Runde durch eine Beobachterin des niederländischen Sprachenzentrums aus Breda.

Terminologiearbeit im Fokus

Am ersten Arbeitstag stand das CEDC-Terminologieprojekt zu den Themen "Medium Forces" sowie "UAS/Loitering Munition/Counter Operations" im Mittelpunkt. Initiiert wurde dieses Projekt vom aktuellen Vorsitzland Slowenien, das auch die englischsprachige Terminologiebasis sowie Definitionen der zu bearbeitenden Begriffe bereitstellt.

Der Workshop bot Gelegenheit, offene Fragen in Bezug auf die Bearbeitung der Terminologielisten zu klären und einen Ausblick auf das geplante Endprodukt zu geben. Das Glossar soll sowohl in gedruckter Form als auch digital beim CEDC-Ministertreffen am 21. September 2026 in Slowenien veröffentlicht werden.

Künstliche Intelligenz in der Sprachmittlung

Der zweite Workshop-Tag widmete sich der fachlichen Weiterbildung im Bereich der KI-gestützten Übersetzungs- und Dolmetschleistungen. Dazu waren Expertinnen und Experten eingeladen, die aktuelle Entwicklungen und praktische Anwendungen präsentierten. In Vorträgen und interaktiven Formaten wurden konkrete Einsatzmöglichkeiten sowie Potenziale dieser Technologien für militärische Sprachdienste diskutiert.

Weiterentwicklung der Zusammenarbeit

Am dritten Tag standen Fragen hinsichtlich der Weiterentwicklung in der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation im Bereich des Translationswesens im Vordergrund. Diskutiert wurde vor allem die Aktualisierung bestehender CEDC-Glossare, zum Beispiel der Glossare zur Migrationsterminologie oder zum Cross-Border Regional Disaster Relief.

Ausblick bis 2028

Das Terminologieprojekt "Medium Forces" sowie "UAS/Loitering Munition/Counter Operations" wird im ersten Halbjahr 2026 auf internationalen Fachveranstaltungen vorgestellt, darunter bei der NATO-Terminologiekonferenz im April 2026 in Warschau sowie bei der Bureau for International Language Co-ordination-Konferenz im Mai 2026 in Budapest. Weitere geplante Aktivitäten der CEDC-Sprachenplattform im Jahr 2026 sind ein Workshop zum Prüfungswesen im Juni 2026 und einer zur Terminologie im September 2026, jeweils in Slowenien sowie ein Methodik-Workshop zur Sprachausbildung im November 2026 in Budapest.

Im Jahr 2027 übernimmt Kroatien den Vorsitz in der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation, gefolgt von Österreich im Jahr 2028. Mit der aktiven Beteiligung an dieser Sprachenplattform trägt die Landesverteidigungsakademie wesentlich zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Zentraleuropa und im Rahmen der Westbalkanstrategie bei.

Die Teilnehmer mit dem stellvertretenden Kommandanten Brigadier Wörgötter. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Teilnehmer mit dem stellvertretenden Kommandanten Brigadier Wörgötter.

Oberst Fronek mit dem Kommandanten der slowenischen Sprachenschule. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Oberst Fronek mit dem Kommandanten der slowenischen Sprachenschule.

Die Teilnehmer des Translationsworkshops. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Teilnehmer des Translationsworkshops.

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