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Informationsoffizier/Spezialist „Demokratische Identität" – Fortbildung & Vernetzung

16. April 2026 - 

Das Zentrum für menschenorientierte Führung und Wehrpolitik veranstaltete von 14. bis 16. April einen Workshop für Informationsoffiziere in der Gablenz-Kaserne in Graz. Dieser diente der Weiterentwicklung des Projekts Informationsoffizier/Spezialist "Demokratische Identität" sowie der Fortbildung und Vernetzung von Informationsoffizieren und Führungspersonal im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

Weiters wurden die anwesenden Vertreter der Militärkommanden über die Funktion des Informationsoffiziers und die Kooperation des Bundesheeres mit dem Mauthausen Memorial informiert.

Von den Informationsoffizieren im Zuge ihrer Ausbildung erstellte Projektarbeiten zur Vermittlung von Verbrechen im Rahmen des NS-Regimes wurden vorgestellt und es kam zu einer vertiefenden weitergehenden Fortbildung der Teilnehmer durch Gerald Lamprecht der Karl-Franzens-Universität Graz. Er stellte nicht nur die Homepage www.erinnern.at und die Digitale Erinnerungslandschaft DERLA dar, sondern führte auch durch die von ihm kuratierte Ausstellung zum Thema Nationalsozialismus in der Steiermark. Um den Transfer ins ,,Jetzt" zu gewährleisten, hielt Oberst des Generalstabsdienstes Matthias Wasinger einen sicherheitspolitischen Vortrag mit dem Titel "Risikobild und Realität" und diskutierte mit den Teilnehmern seine Ableitungen für unsere Gesellschaft.

Stärkung gesellschaftlicher Resilienz in herausfordernden Zeiten 

Die Funktion des Informationsoffiziers "Demokratische Identität" ging aus der Kooperation des Bundesheeres mit dem Mauthausen Memorial hervor. Mit der Bezeichnung "Demokratische Identität" ist hierbei der kleinste gemeinsame Nenner unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens auf Grundlage der österreichischen Verfassung gemeint.

In der Zusatzausbildung für Informationsoffiziere die gemeinsam mit dem Mauthausen Memorial erfolgt, werden verschiedene Ausprägungen von politisch, religiös und ethnisch motiviertem Radikalismus und Extremismus dargestellt und diskutiert. Dabei wird auf den ideellen Hintergrund und die Methodik des Nationalsozialismus Bezug genommen, um die Prozesse einer Radikalisierung in unserer heutigen Gesellschaft erkennen und verstehen zu können. Mit der Lehrtätigkeit des Informationsoffiziers soll eine Sensibilisierung für radikales und extremistisches Gedankengut erreicht werden, um diesem präventiv entgegenzuwirken.

Der politische Wille

Die Entwicklung und Festigung eines entsprechenden gesellschaftlichen "Mindsets" durch ein verbessertes Verständnis für die Vorteile und Werte einer funktionierenden Demokratie soll, im Sinne der Geistigen Landesverteidigung, eine verstärkte Wehrbereitschaft in der Bevölkerung generieren. Gleichzeitig wird dadurch ein Beitrag zur Stärkung der Militärischen und der Umfassenden Landesverteidigung geleistet.

Was der Informationsoffizier/Spezialist "Demokratische Identität" leisten kann

Alle Truppenkörper können, nach Verfügbarkeit, die Informationsoffiziere für präventive beziehungsweise spezifische Schulungen über das jeweilige Militärkommando anfordern. Dies betrifft insbesondere die neugeregelte Staats- und wehrpolitische Bildung und speziell das Stundenbild 1 "Nationalsozialismus: Ausgrenzung, Verfolgung, Vernichtung" und das Stundenbild 9 "Spaltung, Krise, Krieg: Herausforderungen für Österreichs Demokratie". Aber auch regionale Projekte, Vorträge und Führungen, die von den Informationsoffizieren erarbeitet wurden, können präsentiert und von diesen als präventive und fortbildende Maßnahme durchgeführt werden.

Workshop ,,Informationsoffizier" in Graz. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Workshop ,,Informationsoffizier" in Graz.

Die Vorstellung des Projekts im Rahmen des Workshops. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Vorstellung des Projekts im Rahmen des Workshops.

Oberst des Generalstabsdienstes Matthias Wasinger bei seinem Vortrag. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Oberst des Generalstabsdienstes Matthias Wasinger bei seinem Vortrag.

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