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Jahreskonferenz des Bureau for International Language Coordination 2026

15. Mai 2026 - 

Die Jahreskonferenz des NATO Bureau for International Language Coordination (BILC) fand von 11.05.2026 bis 15.05.2026 in Budapest statt. Herr Jürgen Kotzian, Fachbereichsleiter für germanische Sprachen (Englisch und Deutsch) am Sprachinstitut des Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie, nahm am wichtigsten Treffen der militärischen Sprachendienste der NATO teil.

Bedeutung der Sprache für das Militär

Die Konferenz stand unter dem Motto "The Human Link: Language Competence for NATO Interoperability and Strategic Communication". In seiner Eröffnungsansprache wies Generalleutnant Zoltán Mihocza, der stellvertretende Chef des Generalstabes der Ungarischen Streitkräfte, auf die Unverzichtbarkeit von Sprachausbildung zur Sicherstellung der internationalen Interoperabilität hin und unterstrich, dass Sprache angesichts der immer komplexer werdenden Herausforderungen im multinationalen Rahmen nicht länger einfach nur ein "bloßes Werkzeug (a mere tool)" darstelle, sondern eine "Kernkompetenz der Führung (a core leadership competence)" sei.

Einsatzrelevante Themen im Vordergrund

Der Bogen der Fachvorträge spannte sich von einsatzrelevanter Sprachausbildung für Air-to-Surface-Integration über neue Ansätze zum gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz bis hin zur Vorstellung konkreter multinationaler Projekte. Hier wurde unter anderem durch Herr Kotzian und Oberstleutnant Ales Kesic, Leiter der Fremdsprachenschule der slowenischen Streitkräfte, die Sprachenplattform der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation (CEDC) vorgestellt. Im Rahmen dieser Präsentation wurde auch das aktuelle Terminologie-Projekt zum Thema "Medium Forces and Unmanned Aircraft Systems" angesprochen. Dieses konkrete Zusammenarbeitsprojekt zwischen den CEDC-Ländern Slowenien, Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Ungarn wird im Herbst mit einer Publikation eines mehrsprachigen Fachglossars abgeschlossen werden.

Abseits der Vorträge ergab sich Gelegenheit für Koordinierungsgespräche auf bilateraler und multilateraler Basis. Von besonderer Wichtigkeit war hier für Österreich die Abstimmung mit der BILC-Arbeitsgruppe zum Thema "Joint Terminal Attack Controller".

Internationales Engagement mit nationalem Nutzen für das Sprachwesen im Österreichischen Bundesheer

Österreich, das nicht Mitglied der NATO, aber sehr aktiver Teil der Initiative NATO – Partnerschaft für den Frieden ist, engagiert sich seit Jahrzehnten im Rahmen des Bureau for International Language Coordination und ist im Bereich des Sprachwesens ein anerkannter internationaler Beitragsleister. Lehrkräfte und Prüfungspersonal des Sprachinstitutes des Bundesheeres nehmen laufend an Kursen und Seminaren teil, die vom Bureau for International Language Coordination durchgeführt werden, und wirken bei diesen auch immer wieder als Lehrkräfte mit. 2017 und 2024 hat die Landesverteidigungsakademie die Sprachen-Jahreskonferenz der NATO zur höchsten Zufriedenheit des Bureau for International Language Coordination veranstaltet.

     

Einige Teilnehmer der Jahreskonferenz in Budapest . (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Einige Teilnehmer der Jahreskonferenz in Budapest .

Die Vorstellung des Projekts durch Jürgen Kotzian und Ales Kesic. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Vorstellung des Projekts durch Jürgen Kotzian und Ales Kesic.

Jürgen Kotzian während seines Vortrags. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Jürgen Kotzian während seines Vortrags.

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