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31. Workshop der Studiengruppe “Regional Stability in the South Caucasus”

04. Juli 2026 - 

Anlässlich des 31. Workshops der Studiengruppe "Regional Stability in the South Caucasus" (RSSC SG) luden die Landesverteidigungsakademie, die Generaldirektion Verteidigungspolitik sowie das "Partnership for Peace Consortium of Defense Academies and Security Studies Institutes" von 01. bis 04. Juli 2026 eine illustre Runde an Expertinnen und Experten auf die griechische Insel Kreta ein. Die internationalen Teilnehmer und Teilnehmerinnen fanden sich in Heraklion ein, um über regionale Kooperationsmöglichkeiten für nachhaltige Entwicklung und Zusammenarbeit im Südkaukasus zu diskutieren. Der Workshop knüpfte damit thematisch direkt an die im März 2026 online abgehaltene Diskussion unter dem Titel "Way Ahead and Regional Implications of the Armenian-Azerbaijan Peace Process" an.

Zielsetzung der Studiengruppe

Die Studiengruppe bietet eine regelmäßige Plattform für internationalen und interdisziplinären Austausch mit dem Ziel, zur Stabilität und Friedenssicherung im Südkaukasus beizutragen, was insbesondere vor dem Hintergrund der andauernden armenisch-aserbaidschanischen Spannungen von besonderer Bedeutung ist. Der unter der Chatham-House-Regel stehende Rahmen ermöglicht somit einen ehrlichen, respektvollen und konstruktiven Austausch für die Erarbeitung themenspezifischer Policy Recommendations.

Aktueller regionalpolitischer Kontext

Nicht zuletzt aufgrund der im Juni 2026 abgehaltenen Parlamentswahlen in Armenien war der Friedensfindungsprozess zwischen Armenien und Aserbaidschan ein zentrales Thema für den Workshop. Der Wahlausgang wurde als Bekenntnis der armenischen Bevölkerung zum Frieden und zur Normalisierung der Beziehungen mit Aserbaidschan gewertet. Gleichzeitig beharrt Aserbaidschan auf punktuellen Änderungen der armenischen Verfassung als Voraussetzung für die Unterzeichnung des im März 2025 verhandelten und in der Washingtoner Deklaration (August 2025) bekräftigten Friedensvertrages. Da der Partei des amtierenden Premierministers Nikol Paschinjan jedoch die für Verfassungsänderungen erforderliche Mehrheit fehlt, bleiben die Aussichten auf eine zeitnahe Unterzeichnung und Ratifizierung des Friedensvertrags ungewiss.

Trotz des verstärkten Fokus auf Armenien und Aserbaidschan wurde auch die Relevanz Georgiens für eine nachhaltige Zusammenarbeit in der Region betont, sowohl für die allgemeine politische Stabilität des Südkaukasus als auch im Hinblick auf konkrete regionale Infrastrukturprojekte.

Nachhaltige Kooperationen in der Region

Als anschaulichere Beispiele für regionale, nachhaltige Kooperation wurden Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit im Wasser- und Energiebereich ebenso diskutiert wie die ersten Schritte in der Umsetzung eines Infrastrukturprojekts unter US-amerikanischer Schirmherrschaft, der "Trump Route for International Peace and Prosperity" (TRIPP). Basierend darauf kristallisierte sich im Laufe der Diskussionen heraus, dass der Fokus auf greifbarere und technischere Punkte wesentlich produktiver ist, da es positive Beispiele für erfolgreiche Kooperationen bieten und somit die Stabilität der gesamten Region fördern kann.

Experten aus Aserbaidschan, Armenien und Georgien. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Experten aus Aserbaidschan, Armenien und Georgien.

Die Runde an internationalen Expertinnen und Experten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Runde an internationalen Expertinnen und Experten.

Vortragende des Panels zu Herausforderungen im Südkaukasus. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Vortragende des Panels zu Herausforderungen im Südkaukasus.

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