Verabschiedung der 9. Generation internationaler Offiziersanwärter an der Landesverteidigungsakademie
Seit mittlerweile beinahe zehn Jahren bildet das Sprachinstitut des Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie Offiziersanwärterinnen und Offiziersanwärter im Rahmen einer "Vorbereitenden Sprachausbildung" für das Studium an der Theresianischen Militärakademie aus. Ziel dieser Sprachausbildung im Rahmen der "Regionalen Initiative Westbalkan II" ist daher die Vermittlung jener sprachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, die internationale Offiziersanwärter dazu befähigen, die Kaderanwärterausbildung und schließlich ein Fachhochschulstudium in Österreich auf Deutsch zu absolvieren. Dabei wurde gemäß STANAG 6001 der Nachweis der Leistungsstufe 3 in Deutsch bzw. der Leistungsstufe 2 in Englisch als Richtziel festgelegt.
Sprachausbildung als Grundstein für die weitere Ausbildung
Die 9. Generation besteht aus vier Offiziersanwärtern aus Bosnien und Herzegowina, die seit September 2025 am Sprachinstitut des Bundesheeres ihren Vorbereitungslehrgang absolvierten. Im Zuge dieser Ausbildung nahmen sie nicht nur an den Deutschkursen 2 und 3, sondern auch an dem Deutsch-Immersionstraining mit Kadettinnen und Kadetten der US Air Force Academy teil. Aber nicht nur Deutsch stand in den vergangenen neun Monaten im Fokus: Die vier bosnischen Offiziersanwärter wurden auch sportlich und militärisch auf ihre zukünftige Laufbahn vorbereitet. Ziel war es, eine solide Basis für den Einstieg in die Offiziersausbildung zu schaffen und eine erfolgreiche Integration in den militärischen Alltag beim Österreichischen Bundesheer zu unterstützen.
Sprache im (militärischen) Kontext
Wichtig war dabei auch, dass die Sprache nicht nur im Unterricht, sondern auch im militärischen und zivilen Alltagsleben angewendet wurde. Um dies sicherzustellen, wurden zahlreiche Exkursionen zu ausgewählten Verbänden durchgeführt. So hatten sie auch erste Berührungen mit österreichischen Dialekten, was für ihre weiterführenden Karriereschritte in Österreich von Relevanz sein wird. Die Exkursionen führten etwa zum Panzergrenadierbataillon 35 nach Großmittel, wo die vier bosnischen Kadetten ab September ihre Kaderanwärterausbildung 1 absolvieren werden. Mit der Theresianischen Militärakademie und der Heeresunteroffiziersakademie wurden auch die anderen Ausbildungsstätten des Österreichischen Bundesheeres besucht.
Feierliche Verabschiedung am 26. Juni 2026
Am 26. Juni 2026 fand die feierliche Verabschiedung der vier Offiziersanwärter aus Bosnien und Herzegowina durch den Leiter des Sprachinstitutes des Bundesheeres, Oberst Thomas Fronek, statt. Dabei betonte er die großen sprachlichen Fortschritte, die die internationalen Offiziersanwärter gemacht haben, und entließ sie auf ihren weiteren Ausbildungsweg.