Terminologie-Workshop der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation in Slowenien
An der Schule für Fremdsprachen der slowenischen Streitkräfte in Poljče (Slowenien) fand von 31. August bis 4. September 2026 der Terminologie-Workshop der Sprachenplattform der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation (Central European Defence Cooperation Language Platform/CEDC-LP) statt. Der Gastgeber war Slowenien und Vertreterinnen und Vertreter aus Österreich, Kroatien, Slowakei, Tschechien, Ungarn und Serbien nahmen teil.
Regionale Sprachkooperation in Zentraleuropa
Die CEDC-Sprachenplattform wurde 2019 auf Initiative Österreichs gegründet und durch ein Rahmenpapier im Jahr 2022 institutionell verankert. Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Weiterentwicklung und die Schaffung von zusammenwirkenden Kräften in den Bereichen Sprachausbildung, Sprachprüfungswesen, Translation (Sprachmittlung), Terminologiearbeit und Digitalisierung des Sprachwesens. Derzeit hat Slowenien den Vorsitz inne. Im Jahr 2027 wird Kroatien die Präsidentschaft übernehmen, gefolgt von Österreich im Jahr 2028.
Mehrsprachiges Fachglossar
Im Mittelpunkt des diesjährigen Workshops stand die abschließende Bearbeitung des mehrsprachigen Fachglossars zu den Themen Medium Forces sowie Unmanned Aircraft Systems/Counter-Unmanned Aircraft Systems (UAS/C-UAS). Das Glossar zu Medium Forces umfasst 600 Fachbegriffe, jenes zu UAS/C-UAS insgesamt 450 Termini. Die mehrsprachige Publikation wird beim Treffen der Verteidigungsminister der kooperierenden Staaten am 21. September 2026 in Slowenien vorgestellt und offiziell präsentiert.
Die Projektteilnehmenden aus Slowenien, Österreich, Kroatien, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Serbien hoben abschließend insbesondere die professionelle Organisation, den wertvollen fachlichen Austausch sowie die damit verbundenen Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung hervor.
Zukünftige Ausrichtung
Am vierten Workshoptag wurden die Ergebnisse zusammengefasst und die zukünftige Ausrichtung der Sprachenplattform der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation diskutiert. In einer Online-Präsentation stellte Oberst des Generalstabsdienstes Thomas Fronek, Leiter des Sprachinstituts des Bundesheeres, die geplante Fortsetzung der Terminologiearbeit für die Jahre 2027 und 2028 vor. Darüber hinaus wurde die Weiterentwicklung der bestehenden Sprachenplattform vorgestellt. Künftig soll der Fokus noch stärker auf der gemeinsamen Entwicklung konkreter, operativer und einsatzrelevanter Produkte in mehreren Sprachen liegen.