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Lektorenaustausch mit der Schweizer Berufsunteroffiziersschule der Armee

28. August 2026 - 

Oberst Preining, der Leiter der Fachsprachenausbildung Englisch am Sprachinstitut des Bundesheeres, besuchte von 24. August bis 28. August 2026 die Schweizer Berufsunteroffiziersschule der Armee (BUSA) in Herisau im Rahmen eines Lektorenaustausches. Seit Jahren gibt es zwischen der Schweizer Armee und dem Österreichischen Bundesheer eine intensive Zusammenarbeit im Bereich des Sprachwesens. Der Besuch an der Berufsunteroffiziersschule stellte einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Vertiefung der Kooperation dar. 

Die Schweizer Berufsunteroffiziersschule der Armee

Die Schule bildet Schweizer Berufsunteroffiziere aller Truppengattungen aus. Im zweijährigen Grundausbildungslehrgang erhalten die Unteroffiziere das Handwerkszeug, um an Rekruten- und Kaderschulen erfolgreich auszubilden und zu führen. Später folgen Weiterausbildungslehrgänge und Weiterausbildungskurse in Vorbereitung auf neue Funktionen. Auch ziviles Personal kann die sogenannten Weiterausbildungskurse besuchen. Besonders interessant ist, dass die Berufsunteroffiziersschule ein anerkanntes Mitglied des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung ist und Ausbildung sowie Zertifikate im Bereich Erwachsenenbildung anbietet.

Militärische Fachsprache als Alleinstellungsmerkmal

In der Erwachsenenbildung geht es einerseits um gute allgemeinsprachliche Kenntnisse in Englisch und andererseits vor allem um die berufsspezifische englische Militärfachsprache, damit die Lernenden in ihrer Auftragserfüllung und im internationalen Umfeld kommunizieren können. Im oben genannten Zeitraum fand ein Englisch-Weiterbildungskurs auf dem Sprachniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen statt. Dieses Niveau entspricht einem Englischkurs der Stufe 2B im Österreichischen Bundesheer.

Oberst Preining vermittelte während der Kurswoche neben der Allgemeinsprache insbesondere die englische Militärfachsprache. Dieser Schwerpunkt wurde von den Kursteilnehmenden besonders positiv aufgenommen, da der überwiegende Teil der bisherigen Ausbildung auf allgemeinsprachlichen Inhalten basierte.

Obwohl die Gründe für die Sprachausbildung in den Streitkräften vielfach ähnlich sind, findet eine gezielte Ausbildung in militärischer Fachsprache oft nur in begrenztem Umfang statt. Das Sprachinstitut des Bundesheeres verfügt über je einen Spezialisten für die Fachsprache der Land- und Luftstreitkräfte sowie über weitere Fachsprachenspezialisten an dezentralen Stellen. Trotz der insgesamt geringen Anzahl an Fachkräften ist das Österreichische Bundesheer damit im internationalen Vergleich gut aufgestellt.

Treffen für 2027 geplant

Der Besuch hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, den bestehenden Austausch zu vertiefen und neue Möglichkeiten für die gemeinsame Weiterentwicklung des Sprachwesens aufzuzeigen. Dieser Weg soll 2027 mit einem Treffen im D-A-CH-Format (Deutschland – Österreich – Schweiz) fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die weitere Vernetzung der Partner sowie eine vertiefte Kooperation im Bereich des digitalen Sprachprüfungswesens, der Fachsprachenausbildung und der maschinellen Übersetzung.

Oberst Preining und Lehrpersonal der Schweizer Berufsunteroffiziersschule. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Oberst Preining und Lehrpersonal der Schweizer Berufsunteroffiziersschule.

Oberst Preining während einer Unterrichtseinheit. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Oberst Preining während einer Unterrichtseinheit.

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