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ACTA – Konferenz 2025: Zentrum und Peripherie – Wohin (mit) EUropa?

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Vorwort

Geschätzte Leserinnen und Leser!

Mit dem nunmehr vorliegenden ACTA-Band der „Wissenschaftlichen Konferenz für Strategie und Sicherheitspolitik 2025“ des gleichnamigen Instituts der Landesverteidigungsakademie werden die verschriftlichten Beiträge der Konferenz einer breiten Öffentlichkeit zur wohlwollenden Aufnahme übergeben. Ausgehend vom gewählten Kernthema des Verhältnisses von Zentrum und Peripherie als einem grundlegenden Strukturprinzip globaler Macht- und Ungleichheitsverhältnisse, beschäftig(t)en sich unterschiedliche Expertinnen und Experten mit Fragestellungen aus Politik, Wirtschaft, Technologie, Gesellschaft und Sicherheit.

Dabei wird mehr als deutlich, dass bis heute nicht nur tiefgreifende Unterschiede zwischen Regionen, die als Zentren fungieren, und jenen, die in peripheren Abhängigkeiten verhaftet sind, bestehen, sondern erkannte Asymmetrien materielle Lebensbedingungen, politische Handlungsspielräume, Wissensproduktion und globale Wahrnehmungsmuster prägen. Dass diese oftmals historisch gewachsen und strukturell verankert sind sowie durch gegenwärtige technologische, ökologische und sicherheitspolitische Entwicklungen weiter verstärkt werden, ist offensichtlich.

"Wissenschaft ist der Kompass unserer Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Nur wer forscht, versteht die Dynamiken von Technologie und Gesellschaft und kann daraus robuste Strategien ableiten. Die Landesverteidigungsakademie bietet mit dieser Konferenz einen unverzichtbaren Rahmen, um wissenschaftliche Expertise zu bündeln und gemeinsam Antworten zu finden“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in der diesbezüglichen Presseaussendung.

Theoretische Zugänge wie das im übergreifenden Konferenzthema bereits angeführte „Zentrum-Peripherie-Modell“ oder klassische Ansätze wie die Modernisierungs-, Dependenz- oder Weltsystemtheorie bis hin zu postkolonialen und -modernen Perspektiven unterstützen zwar die kulturelle, diskursive und symbolische Sichtbarmachung globaler Machtverhältnisse, greifen jedoch in ihren Möglichkeiten, zukünftige Entwicklungen vorherzusagen, zu kurz. Gerade in dieser Hinsicht ist ein umfassend verstandener Strategie- und Sicherheitsbegriff von Nutzen, impliziert er doch das Ineinandergreifen unterschiedlicher Denkansätze und die Berücksichtigung ökonomischer, politischer und technologischer Strukturen. Gerade letztere sollten in ihren Auswirkungen keinesfalls unterschätzt werden.

Der nun vorliegende Konferenzband versteht sich somit als interdisziplinärer Beitrag zur Analyse globaler Ungleichheiten und ihrer politischen, technologischen und sicherheitspolitischen Implikationen. Den Vortragenden, denen ich für ihre zeitgerecht übermittelten, im besten akademischen Sinne ausschließlich ihre Sichtweisen und Meinungen wiedergebenden Abhandlungen ganz besonders danken möchte, wurden lediglich geringe formale Vorgaben gemacht, um sie in ihrer Beitragsgestaltung einerseits nicht einzuschränken, andererseits dem geneigten Leser einen spannenden, aber auch abwechslungsreichen Lesestoff in die Hand zu geben. Es darf um eine wohlmeinende Rezeption gebeten werden.

Hofrat Dr. Mario Christian Ortner Institut für Strategie und Sicherheitspolitik der Landesverteidigungsakademie Wien

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